Werne. Noch steht der Bauzaun rund um das Alte Amtshaus am Kirchhof und die letzten Arbeiten am Gebäudesockel werden erledigt. Doch spätestens seit das Baugerüst vor einigen Wochen abgebaut wurde, können alle sehen: Es hat sich einiges getan am und im Stadtmuseum Werne.
Rund ein Jahr wurde intensiv an dem Gebäude gearbeitet. An der Süd- und Westseite wurden neue Fenster eingebaut, die Nord-, West- und Ostfassade komplett neu verputzt. Auch das darunter liegende Fachwerk und die Dachbalken wurden umfassend instandgesetzt. Dabei zeigte sich im Verlauf der Arbeiten, dass doch einiges mehr getan werden musste als im Vorfeld veranschlagt. Zwischenzeitig musste sogar ein Teil des Daches freigelegt werden, um einen morschen Stützbalken zu ersetzen, schildert Museumsleiter Flemming N. Feß in seiner Medienmitteilung die aufwändigen Arbeiten.
Aufwändige Sanierungen in und an dem Traditionsgebäude
„Die Sanierung der historischen Fassade am Stadtmuseum war eine anspruchsvolle Aufgabe, die wir in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde umgesetzt haben“, erklärt Laura Bockmann vom Gebäudemanagement des Kommunalbetrieb Werne, „Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten erstrahlt das fast 350 Jahre alte Traditionsgebäude nun in neuem Glanz.“
Natürlich war auch der Museumsbetrieb durch die Baumaßnahmen mal mehr und mal weniger beeinträchtigt. Trotzdem war es bis auf wenige Tage möglich, den Publikumsbetrieb über die gesamte Baustellenzeit aufrecht zu erhalten. Auch im Inneren hat sich in der Zwischenzeit einiges verändert. „Wir haben die Baustellensituation genutzt, um auch drinnen einiges umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben, um das Museum weiterzuentwickeln“, freut sich der Museumsleiter über das Ergebnis.

Foyer und Shop-Bereich in schickem Gewand laden zum Stöbern und Verweilen
So wurde bereits im Januar das Museumsfoyer vollständig neugestaltet. Möglich wurde dies durch einige großzügige Förderung der Stiftung der Sparkasse an der Lippe. „Das neue Foyer ist nicht mehr nur ein Eingang“, erklärt Feß, „Wir haben nun einen Raum geschaffen, der nicht nur zum Hereinkommen, sondern auch zum Verweilen einlädt.“ Ein Shop-Bereich bietet die Möglichkeit zum Stöbern, zwei Sitzgruppen bieten die Chance, sich vor, nach oder auch unabhängig vom Museumsbesuch niederzulassen, sich auszuruhen oder auszutauschen.
An einem Kaffeeautomaten können sich Besucherinnen und Besucher selbst für nur einen Euro pro Getränk mit einem Kaffee, Cappuccino, Kakao oder Tee versorgen. „Wir wollen so unserer Rolle als lokalem Ort der Daseinsvorsorge und als Drittem Ort noch besser gerecht werden“, meint Museumsleiter Feß. „Man soll einfach hereinkommen können, kurz durchatmen vom Alltag, Neues lernen oder aber auch nur entspannen.“

Mehr Licht, mehr Sitzkomfort, mehr Aufenthaltsqualität für die Westfälische Stube
Neben dem Foyer wurde auch die Westfälische Stube umgestaltet: Durch neue Stühle und Tische werden mehr Sitzkomfort, Aufenthaltsqualität und eine höhere Flexibilität erreicht. Der Einbau von Strahlern an der Decke schafft zudem eine bessere Lichtsituation. „Mit unseren Vorträgen, Bilderabendenden, Filmabenden, Konzerten, Kindergeburtstagen, Trauungen und so weiter kommen wir inzwischen jedes Jahr auf mehr als 80 Veranstaltungen im Museum“, erläutert Feß.
„Mit der bisherigen Ausstattung waren wir dafür einfach nicht mehr richtig gerüstet.“ Durch das neue Mobiliar und die neue Beleuchtung wird die Stube zu einem flexibel nutzbaren Veranstaltungsraum, ohne dass dabei das besondere Ambiente, das die Westfälische Stube ausmacht, zerstört wurde. Möglich wurde diese Neuausstattung durch eine Spende des Fördervereins Stadtmuseum e.V..
Ausfahrbare Leinwand Gastgeschenk der Lions Governors
Zusätzlich wurde die Stube mit einer großen, ausfahrbaren Leinwand ausgestattet. Die Kosten dafür übernahmen die Lions Governors, die dem Stadtmuseum die Aufhängung der Leinwand in der Stube zum Gastgeschenk gemacht haben. Damit ist die Westfälische Stube nun multifunktional ausgestattet.

„Mit den Veränderungen am Museum, innen wie außen, ist wirklich eine Aufwertung gelungen“, ist sich auch Bürgermeister Lars Hübchen sicher. „Das Stadtmuseum ist nicht nur ein Ort zur Bewahrung unserer Vergangenheit, es ist auch ein Ort, an dem sich alle Wernerinnen und Werner wohl und willkommen fühlen sollen. Es ist ein Schaufenster für unsere Stadt und es ist ein Ort der Begegnung und des kritischen Austausches. Durch die Neuerungen kann es noch vielseitiger seinen Platz im Herzen der Stadt ausfüllen.“




















