Stelldichein mit der Antike: „Spectacula Latina“ am AFG

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Werne. Egal, ob Homer, Theseus und Ariadne, Daedalus und Ikarus, Minos und der Minotaurus oder die Helden des Tropjanischen Krieges, Paris, Agamemnon und die schöne Helena – alle diese „Celebrities“ der griechisch-römischen Mythologie gaben sich Anfang März die Ehre und traten bei den 18. Spectacula Latina am Anne-Frank-Gymnasium (AFG) auf.

Vor vollbesetzter Mensa präsentierten sich an beiden Abenden jeweils knapp 100 Schüler in fünf verschiedenen Stücken auf und unterhielten das Publikum mit ihren verschiedenen Darbietungen.

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Vor der Pause führten Schüler der Stufen 7 und 8 und die Klasse 10c Szenen aus dem römischen Alltagsleben auf, darunter Episoden aus dem Leben eines Sklaven in der Stadt und eines Sklaven auf dem Land, außerdem zeigten sie ein Stück über ein römisches Familienfest, bei dem ein Junge seine erste Männertoga erhält, und eine Liebesgeschichte zwischen einer jungen vornehmen Römerin und ihrem Verehrer.

Nach einer Pause, der sich das Publikum an römischen Leckereien stärken konnte, wurde es dann mythologisch. Die Stufe EF entführte das Publikum auf die Insel Kreta und führte schon die oben erwähnten Sagen von Dädalus und Ikarus, dem König Minos und seinem Monster Minotaurus auf. Der Minotaurus wurde schließlich von Theseus besiegt, tatkräftig unterstützt von Ariadne, denn nur dank ihrer Hilfe mit einem roten Faden fand Theseus aus dem Labyrinth, in dem der Minotaurus gehalten wurde, wieder heraus.

Auf der Bühne ging es bisweilen auch „gewalttätig“ zu.

Lehrerin Birgit Berendes, die den Abend moderierte und in die Stücke einführte, gab den Zuschauern zwischendurch weitere Erklärungen, so dass man der Handlung besser folgen konnte, auch wenn einem die Mythen gänzlich unbekannt waren.

Die lateinische Theater-AG, die derzeit aus über 20 Mitgliedern von der Stufe sechs bis zur Q1 besteht, lüftete als letzte Gruppe in ihrem Theaterstück die Rätsel um die Eroberung Trojas und das trojanische Pferd. Besonders hervorzuheben sind hier die schauspielerischen Leistungen von Linus Müller als Agamemnon und Toria Lehmkämper als Odysseus. Auch einige junge Darstellerinnen aus der Stufe 6, die offiziell noch gar kein Latein lernen, verdienen ein besonderes Lob, da sie verschiedene kleinere Rollen mit Bravour meisterten. „Mit Latein kann man eben nie früh genug anfangen“, bemerkte Birgit Berendes trocken.

Die Schauspieler/innen überzeugten und erhielten viel Beifall für ihre Auftritte.

Die Zuschauer quittierten alle Darbietungen mit lang anhaltendem Applaus. Obwohl die Lateinlehrerinnen Birgit Berendes, Sabine Löcke und Gabriele Sonntag im Vorfeld mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, da viele Schauspieler aufgrund von Krankheit ausfielen und nur wenige Proben stattfinden konnten, waren auch sie mit dem Ergebnis hochzufrieden und planen bereits jetzt eine Neuauflage der „Spectacula Latina“ im nächsten Jahr.

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