Werne. Ab Mitte April soll die Stockumer Straße im Bereich der Autobahnbrücke für drei Monate voll gesperrt werden, damit eine Erneuerung der Wasserleitung durchgeführt werden kann. Nun könnte das Projekt, über das seit Bekanntwerden längst nicht nur bei Anliegern intensiv diskutiert wird, überraschend verschoben werden.
Ab dem 13. April soll das Projekt und damit die Vollsperrung beginnen und bis Mitte Juli dauern – nun aber gibt es Informationen dazu, dass die gesamte Maßnahme möglicherweise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.
Den ersten Hinweis erbrachte eine Anfrage von WERNEplus bei der Presseabteilung der VKU. Dabei ging es eigentlich um die Mehrkosten, die die weiträumigen Umleitungen für die Busse verursachen. Dazu gab es nichts Konkretes, weil, so teilte eine Sprecherin mit, die Stadt Werne am vergangenen Freitag mitgeteilt habe, dass die Baumaßnahme und damit die Sperrung der Stockumer Straße um mindestens sechs Monate verschoben werde.
Neues Zeitfenster möglich
Ein Zeitfenster, welches Verwunderung auslöst, war bisher von einer „dringenden Erneuerung der Wasserleitung“ die Rede. In der Mitteilung der Stadt vom 25. Februar heißt es, dass die Maßnahme unaufschiebbar sei, da es an der bestehenden Leitung bereits einen Rohrschaden gegeben habe. „Würde man jetzt nicht handeln, würde man im schlimmsten Fall die Wasserversorgung für den gesamten Stadtteil Stockum riskieren“, formulierte es die Stadt.
Die Pressestelle der Gelsenwasser AG war am Dienstag (10.03.2026) nicht für Rückfragen erreichbar, auf Anfrage bestätige aber Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW), dass es Überlegungen bezüglich einer Verschiebung der Sperrung gibt.
„Die VKU ist in ihrer Formulierung schon etwas konkreter, als wir es zu diesem Zeitpunkt sein können. Wir sind im Austausch mit Gelsenwasser. Das Unternehmen überlegt aufgrund der Aufwände und Hindernisse, die entstehen werden, ob an dem bisherigen Plan festgehalten wird“, so Gehrke.
Es soll offenbar es eine Möglichkeit geben, dringlichste Schäden an der defekten Wasserleitung so zu beheben, dass das erforderliche Aufgraben der Straße zu einem anderen Zeitpunkt geschehen kann. „Mein Stand ist derzeit, dass es noch nicht sicher ist, ob sich die Maßnahme verschiebt. Gelsenwasser hat zum Ende der laufenden Woche eine Entscheidung uns gegenüber angekündigt, wie sie es nun machen wollen“, erklärt der KBW-Chef.






















