Werne. Die Umwandlung des ehemaligen Hotels „12 Bäume“ an der Ecke Lünener Straße/ Kirchhof Mottenheim/Burenkamp in eine Unterkunft für Geflüchtete ist abgeschlossen.
Am Donnerstag, 5. November 2026, hatten Nachbarn und politische Vertreter/innen die Gelegenheit, die neu aufgeteilten Räumlichkeiten zu besichtigen. Neben der Unterbringung bietet das Gebäude in einem zum früheren Schankraum hin abgetrennten Bereich außerdem der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge e.V. Raum für Beratungen und Organisation. Anstelle des Schankraums selbst ist inzwischen die Tafel Kreis Unna angesiedelt.
Mehrbettzimmer und kleine Wohnungen für Frauen und Familien
Maximal 60 Personen kann die neu gestaltete Unterkunft auf drei Etagen in verschieden großen Wohneinheiten aufnehmen. Vornehmlich Frauen und Familien sollen hier einziehen und so einen geschützten Raum vorfinden, informierte Ordnungs- und Sozialdezernentin Stefanie Benting beim Rundgang durch diesen Teil der Einrichtung.
Eine Gemeinschaftsküche und ein Essraum bietet den künftigen Bewohner/innen die Möglichkeiten zum Kochen und Essen. Im Keller des Gebäudes stehen vier Waschmaschinen und Trockner zur Verfügung.

Die künftigen Räumlichkeiten sind mehrheitlich als Zweibettzimmer mit Dusche/WC ausgelegt, auch zwei Vierbettzimmer gibt es. Die Erstausstattung der Räume setzt sich aus Hochbett, Schränken, Tisch und Stühlen zusammen. Hinzu kommt für jeden Raum ein Kühlschrank für die Lebensmittel. Die Familienzimmer sind flexibel nutzbar und bestehen aus Küche, Wohnraum und Schlafräumen. Zusätzlich finden sich in den größeren Einheiten auch Waschmaschine und Trockner.
Betreuung durch Sozialarbeit und Sozialamt – Erste Belegungen in Kürze
Ansprechpartner/innen der Verwaltung für die Geflüchteten sind die Mitarbeitenden Sabine Krause, Mareike Zimmermann und Özdemir Adem. Ein großer Beratungsraum im Eingangsbereich (Eingang Burenkamp) wird dafür genutzt.
„Die Belegung der neuen Unterkunft im alten Hotel wird nach und nach erfolgen“, erläuterte Stefanie Benting. Nachdem die Unterkunft für Geflüchtete sowie die Tafel im ehemaligen Möbelhaus Reuter/Tönies bereits frei gezogen wurde, soll dies bis zum Ende des Jahres auch mit der ehemaligen Wienbredeschule so geschehen. Die Bewohner dort sollen in die neue Unterkunft umziehen. Auch die noch verbliebenen Verwaltungsbüros werden anderweitig untergebracht. Anstelle der alten Werner Schule ist dort bekanntlich eine Wohnbebauung vorgesehen.

Gegenwärtig leben in Werne rund 500 Geflüchtete. Unter den 30 Nationen bilden Menschen aus Ukraine (300) und Syrien (50) die größte Gruppen. Ebenfalls stärker vertreten seien Menschen aus der Türkei, Afghanistan und dem Irak, schilderte Özdemir Adem.
Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge e.V. Beratung und Jobvermittlung
Im Erdgeschoss hat außerdem die Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge e.V. ihren Büro- und Beratungsraum. Die ehrenamtlich Betreuung der Asylsuchenden liegt in den bewährten Händen von Dolmetscherin Annette Marou und Finanzwartin Ulla Rinnen. Ludger Trepper hat die Jobvermittlung inne und unterstützt Arbeitssuchende wie Arbeitgeber dabei, Arbeit beziehungsweise eine Arbeitskraft zu finden.

Klaus-Peter Nolte aus Dortmund bietet Nachhilfeunterricht für Kinder und Jugendliche von Hockey United an. Der Gesamtschullehrer und stellvertretende Vorsitzende des Werner Integrationssportvereins unterstützt derzeit je zwei Jungen in zwei Nachhilfe-Einheiten.
Die Mitglieder der AG Flüchtlinge, gegründet von dem inzwischen verstorbenen Dr. Hermann Steiger, ist seit gut zehn Jahren als Mittler zwischen Geflüchteten und Behörden aktiv, hilft beim Dolmetschen, Sprachvermittlung und Behördengängen. Die Beratungen des Vereins finden an jedem Montag und Donnerstag jeweils von 13.30 bis 15 Uhr statt.
















