Werne. Die WEREmember-AG des Anne-Frank-Gymnasiums Werne hat den Demokratiepreis 2026 des Kreises Unna erhalten. Die AG wurde am 9. September in der Aula des Märkischen Berufskollegs in Unna als eine von drei Preisträgern ausgezeichnet und erhielt ein Preisgeld von 1.000 Euro.
Insgesamt hatten sich 24 Personen, Vereine und Initiativen um den Preis beworben. Die Jury wählte daraus drei Preisträger aus. Ausgezeichnet werden Projekte und Initiativen, die sich für demokratischen Zusammenhalt und eine vielfältige Gesellschaft einsetzen sowie gegen Antisemitismus, Ausgrenzung, Diskriminierung und Extremismus wirken.
Die WEREmember-AG des AFG überzeugte mit ihrem langjährigen Engagement für Demokratie sowie für eine aktive Gedenk- und Erinnerungskultur. Seit ihrer Gründung setzt sich die AG mit der Geschichte in Werne und der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus auseinander. Zu diesem Zweck gestaltet sie Projekte gegen das Vergessen und für ein respektvolles Miteinander. „Demokratie muss gelernt werden“, sagte Landrat Mario Löhr.
Er bezog sich damit auf den Ort der diesjährigen Preisverleihung: Schule als Raum, an dem junge Menschen erfahren, was Mitbestimmung und Verantwortung bedeutet. Genau dort setzt auch das Engagement der Schülerinnen und Schüler der WEREmember-AG an. Es zeigt zudem, wie Demokratiebildung über den Unterricht hinaus konkret gelebt werden kann. Demokratie brauche die gemeinsame Arbeit an der Gesellschaft. Das unterstrich Alfred Buß, der Leiter der Jury, in seiner Ansprache. „Demokratie ist anstrengend.“ Sie bedeute, Unterschiede auszuhalten.
Der Demokratiepreis des Kreises Unna wurde 2024 erstmals verliehen und soll alle zwei Jahre vergeben werden. Insgesamt stehen 3.000 Euro Preisgeld zur Verfügung, die auf bis zu drei Preisträger verteilt werden können.




















