Kinder reisen aus der Turnhalle direkt zu den Sternen

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Stockum. Seit vielen Jahren ist Adelheid Frerich einmal im Schuljahr mit den vierten Klassen der Kardinal-von-Galen-Schule zum Planetarium des Westfälischen Landesmuseums in Münster gefahren. Jetzt ist es der engagierten Lehrerin gelungen, die Sterne für die Kinder nach Stockum zu holen.

„Das Planetarium ist derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen. Daher bin ich überglücklich, dass es gelungen ist, das Pop-up-Planetarium für alle Kinder zu bekommen“, erklärt die Pädagogin. Das Pop-up-Planetarium ist die neue, mobile Version des Planetariums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Diese ist aufblasbar, transportabel und flexibel einsetzbar.

Schon als die Lehrerin vor einigen Monaten von der Alternative erfahren hatte, startete sie die erste Buchungsanfrage. „Und ich bin hartnäckig geblieben“, sagt sie mit einem Lächeln auf das große, aufgeblasene Gebilde, das noch bis Mittwoch in der Turnhalle der Grundschule stehen wird. Der Erfolg gibt der Lehrerin Recht, denn Stockum ist erst die zweite Station des Pop-up-Planetariums. „Mittlerweile haben wir eine lange Warteliste bis ins nächste Jahr“, sagt Martin Onnebrink, der die Kinder zusammen mit Kollegin Kelly Cairns in die Welt der Planeten und Sterne führt.

Auf den Sitzmatten im Pop-up-Planetarium haben die Kinder aus der Klasse 4c am Montag eine Reise ins Weltall angetreten. Foto: Volkmer

Die Wirkung ist tatsächlich beeindruckend. Durch das 360-Grad-Bild, das die kleinen Gruppen rundherum umschließt, ist das Erlebnis wie in einem herkömmlichen Planetarium und es entsteht der dreidimensional wirkende Eindruck, sich tatsächlich unter einem nächtlichen Sternenhimmel zu befinden. Am ersten Tag erkundeten die vierten Klassen den Weltraum und unternahmen Spaziergänge auf dem Mars, bis Mittwoch folgen alle anderen Klassen der Schule.

Für Adelheid Frerich ist die Organisation des Besuchs des mobilen Planetariums, den Förderverein und der Lions Club Werne in Westfalen finanzieren, ein besonderes Abschiedsgeschenk an die Kinder. Die Pädagogin geht im Sommer nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand. „Ein Planetarium sollte jedes Kind einmal besucht haben“, ist sie überzeugt. Einen großen Beitrag dazu hat sie selbst in ihrer Zeit als Lehrerin geleistet. Den Besuch aus Münster haben dazu die kommissarische Schulleiterin Cordula Stamm, Sekretärin Christina Lienau und Hausmeisterin Anna Heimerl tatkräftig unterstützt.

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