Montag, Juni 24, 2024

Kinder der Wiehagenschule demonstrieren für „Brücke“

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Werne. Aktuell läuft die Sitzung des Betriebsausschusses für den Kommunalbetrieb Werne (KBW) im Stadthaus. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Bekommt die Wiehagenschule, die aktuell 420 Kinder besuchen, eine Verbindungsbrücke zwischen Bestandsgebäude und dem geplanten Neubau?

Rund eine Viertelstunde vor Beginn der Sitzung fanden sich Kinder und Eltern der Wiehagenschule vor dem Stadthaus ein und demonstrierten für eine Brücke. Organisiert hatte den Protest die Schulpflegschaft. Diese lehnt einen ebenerdigen Laubengang ab, weil dann das Freispiel auf dem Schulhof stark eingeschränkt und die Aufsicht der Kinder schwierig sei.

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„Der KBW-Ausschuss trifft sich am Weltkindertag. Das ist doch ein Zeichen. Kinder haben Rechte und in der heutigen Zeit eine Meinung. Also sind wir hier, um ein Zeichen zu setzen – besonders für die Sicherheit der Kinder“, so Nina Schulte, Elternpflegschaftsvorsitzende der Wiehagenschule.

Zur Erinnerung: 650.000 Euro sind nach ersten Planungen veranschlagt, jeweils hälftig für den erforderlichen Umbau am Bestandsgebäude sowie für die eigentliche Verbindung zum Neubau. „Die Kassen sind leer. Solche Luxus-Projekte können wir uns nicht mehr leisten – also kein Verbindungsgang“, eröffnete Dirk Pohl (SPD) vor knapp zwei Wochen die Debatte im Schulausschuss. Das Gremium vertagte sich. Auf Druck von Schuldezernent Frank Gründken soll heute (20.09.2023) dem Stadtrat eine Empfehlung pro oder contra der Verbindungsbrücke erteilt werden.

Im Gespräch mit WERNEplus äußerte sich Nicola Buschkotte, Leiterin der Wiehagenschule, vor der KBW-Ausschusssitzung zum geplanten Raumprogramm. Im Bestandsbau verbleiben die Klassenräume in den sogenannten Clustern, ein Modell, bei dem mehrere Klassen einen Pool von Räumen nutzen. Als letztes wird die Bibliothek zu einem Klassenraum für die Fünfzügigkeit umfunktioniert. Diese findet dann dort Platz, wo sich aktuell noch Küche und Mensa befinden, die wiederum in die 1. Etage des Neubaus umziehen. Im Erdgeschoss ist die Erweiterung für den OGS-Bereich vorgesehen, im Obergeschoss sollen Fachräume für Kunst und Musik entstehen, die im Bestandsgebäude Klassenzimmern weichen mussten.

„Wir brauchen im Neubau Platz für die OGS. Wir haben jetzt schon mehr Mädchen und Jungen (es befinden sich aktuell 280 Kinder in der Nachmittagsbetreuung, Anm. d. Red.), als eigentlich im Gebäude vorgesehen“, schilderte Buschkotte, die schon im Schul- und Sportausschuss vehement für die Verbindungsbrücke argumentierte, die Situation.

Für die Debatte zeigt sie wenig Verständnis. „Dass man sich jetzt nicht für die Kinder ausspricht, kann ich nicht nachvollziehen. Man muss dem Kinderschutz gerecht werden – mit einer Verbindungsbrücke. Die Kinder können nicht ohne Aufsicht von A nach B gehen“, so Buschkotte abschließend.

Wir berichten nach der politischen Sitzung an dieser Stelle über den Ausgang der Debatte.

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