Stadt sucht 2024 acht neue Azubis, für die Grünen traditionell zu wenig

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Werne. Für das Jahr 2024 stellt die Stadt Werne acht Ausbildungsplätze bereit. Darüber berichtete Bürgermeister Lothar Christ im Haupt- und Finanzausschuss am vergangenen Dienstag (06.06.2023). Traditionell kritisierte Benedikt Striepens, Fraktionssprecher der Grünen, die zu geringe Anzahl an Azubis.

Fünf Ausbildungsplätze „Verwaltungsfachangestellte/r“, ein Fachinformatiker für Systemintegration oder ein Studienplatz „Verwaltungsinformatik“ (Duales Studium), ein Notfallsanitäter/in und ein Straßenwärter/in sieht der Ausbildungsstellenplan vor.

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Es wird in den nächsten Jahren bei dem Ausbildungsberuf des/der Verwaltungsfach-
angestellten und der anschließenden Übernahme dieses gut qualifizierten Personals zu
einem Überhang von Vollzeitkräften kommen. Die vorübergehende Mehrzahl an Nachwuchskräften wird sich dann mit dem Weggang von Beschäftigten der sogenannten geburtenstarken Jahrgänge (ab 2028) relativieren. So heißt es in der Verwaltungsvorlage, die Striepens kritisiert: „Das mit dem Überhang ist eine kühne Behauptung, das glaube ich nicht. Es gehen immer mehr Führungskräfte, der Nachwuchs fehlt.“

„Wir müssen auch den Platz für die Auszubildenden haben und diese nicht an ‚Katzentische‘ setzen“, meinte Lothar Christ. Uta Leisentritt (CDU) ließ diese Argumentation bei den Notfallsanitätern und Straßenwärtern nicht gelten: „Da hätten wir uns mehr gewünscht.“ Der Bürgermeister entgegnete: „Wir haben kaum Bewerber. Beim letzten Mal konnten wir die Ausbildungsstelle zum Straßenwärter nicht besetzen.“ Personaldezernent Dirk Mahltig ergänzte: „Wir sehen die Entwicklung und wollen für diesen Bereich schon alle zwei statt wie früher alle drei Jahre einen neuen Azubi.“ Ein Ausbildungsplatz zum/zur Straßenwärter/in beim städtischen Baubetriebshof sei in 2022 besetzt worden.

Die Besetzung eines weiteren Ausbildungsplatzes „Fachangestellte/r für Medien- und
Informationsdienste“ in der Stadtbücherei wurde von geplant 2024 auf das Jahr 2022
vorgezogen, hieß es weiter.

Christian Thöne (FDP) lobte die Verwaltung für ihr „Augenmaß“. Denn oftmals sei der Wunsch Vater des Gedankens, Kapazität und Qualität der Bewerber/innen seien nicht immer vorhanden.

Bürgermeister Lothar Christ betonte mit Blick zur Fraktionsbank der Grünen, dass die Verwaltung schon deutlich mehr Auszubildende einstelle als früher. Darauf meinte Benedikt Striepens: „Damals wäre ich auch mit acht Plätzen zufrieden gewesen, heute denke ich eher an zwölf.“

Bei den Gegenstimmen der Grünen stimmte das politische Gremium mit großer Mehrheit der Festlegung auf acht Ausbildungsplätzen für das Jahr 2024 zu.

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