67. Vorlesewettbewerb: Gewinnerin kommt aus Lünen

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Werne. Detektivgeschichten, lustige Alltagssituationen, aber auch bewegende Auszüge aus Fantasy-Werken sorgten für Spannung und Begeisterung im Wohnzimmer der Stadtbücherei Werne. Denn am vergangenen Montag, 23. Februar, wetteiferten Mädchen und Jungen aus Schulen im Kreis Unna (Nord) um den Titel des besten Vorlesenden.

Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet, fördert die Freude am Lesen und stärkt die Lesekompetenz seit 1959 mit jährlich mehr als 600.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der sechsten Klassen.

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„Als ich dann vom Börsenverein gefragt wurde, ob wir den Wettbewerb ausrichten wollen, dachte ich: Leseförderung und Vorlesen – das ist genau unser Ding“, berichtete Hubertus Waterhues. Für die Gastfreundschaft und Ausrichtung in der Stadtbücherei bedankte er sich im Namen der Buchhandlung bei Gerlinde Schürkmann und ihrem gesamten Team.

Der Ablauf: Alle zehn Teilnehmenden lesen in der ersten Runde eine selbst ausgewählte Textstelle ihres Buches im Umfang von drei Minuten vor, die sich an eine kurze Buchvorstellung und Begründung zur Auswahl der Textstelle anschließt. Darauf folgt eine Runde mit einem Fremdtext, den die Jury vorgibt. Um Fairness zu gewährleisten und um nicht versehentlich das auswendig gekannte Lieblingsbuch eines Teilnehmenden ausgewählt zu haben, der dann einen Wettbewerbsvorteil erhält, wurde das kürzlich erschienene Buch „Alexander“ von Ferdinand von Schirach ausgewählt. Bewertet werden Kriterien innerhalb der Lesetechnik, Interpretation des Inhalts und der Textstellenauswahl.

Nach einer ausführlichen Auswertung und Beratung der Jury entschied Soraya Kissel des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Lünen den Wettbewerb für sich. Sie konnte mit einer humoristischen, wie auch spannenden und gefühlvollen Textstelle aus dem Buch „Alice und die Geister von nebenan“ von Jaqueline Davies überzeugen, dessen Auszug sie in Aussprache und Betonung und in eigener Lesedynamik besonders gut las.

Als symbolischen Akt kürte die Jury als zweiten Gewinner Frieder Dercken, der im Fremdtext zusätzlich besonders gut abschnitt. „Die Entscheidung war knapp, leider kann immer nur eine/r gewinnen, aber ihr habt alle hervorragend gelesen“, ordnete Hubertus Waterhues das Ergebnis ein.

Soraya Kissel hat sich als Gewinnerin im Kreisentscheid damit für den Bezirksentscheid qualifiziert, der bei erneutem Erfolg bis zur Länderebene und schließlich zum Bundesfinale mit den 16 Landessieger/innen im Juni führen kann. Alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde und das Buch „Rocky Winterfeld“ von Marie Hüttner (Thienemann Verlag).

Zur erfolgreichen Teilnahme werden außerdem beglückwünscht: Thijs Dykhuizen, Romy Esters, Hilmi Kartal, Emil Maximilian Kater, Frida Loschek, Lava Salih, Jolina Trui und Jakob Vervoort.

Die Jury, angeführt von Buchhändler Hubertus Waterhues (3. v. links), hatte bei den guten Vorleser/innen die sogenannte Qual der Wahl.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg, die Sparda-Bank Hessen, der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V. und die Sparda Bank Hamburg fördern die Entscheide auf der regionalen Ebene.

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