Sonntag, März 15, 2026

Erfolgreiche Bombenräumung im künftigen Jubiläumswald

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Bergkamen. Auf dem Gelände des zukünftigen Jubiläumswaldes an der Overberger Straße hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg am Dienstag, 14. März, zwei Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Der Verdacht, dass zwei Bomben im Boden schlummern, hatte sich schnell nach der Freilegung der 40 Meter voneinander entfernten Bereiche bestätigt. Der teils starke Regen machte die Arbeit der Experten aus Arnsberg nicht leichter.

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„Mit so viel Wasser hatten wir nicht gerechnet“, so Karl-Heinz Clemens, wenige Minuten nachdem der Feuerwerker die zweite Bombe entschärft hatte. Dabei war es nicht primär der Regen von oben, sondern das Grundwasser, was die Tätigkeiten der Kampfmittelentschärfer erschwerte.

Bis zu 1,80 Meter tief lagen die Blindgänger im Boden, der Grundwasserspiegel nach Schätzung der Experten bei etwa 1,50 Meter. „Das Wasser ist also die ganze Zeit hoch gedrückt“ berichtete Karl-Heinz Clemens. Eine der Schmutzpumpen kam mit den Schlammengen nicht mehr zurecht, und musste ausgetauscht werden. „Der Boden war trotzdem sehr schlammig. Man hatte das Gefühl, über eine Eisfläche zu laufen“, schilderte der 61-Jährige seinen Einsatz.

Die verstopfte Pumpe sorgte nicht für die einzige Unterbrechung. So hatte Stefan Klement, Sachbearbeiter Kampfmittel bei der Stadt, gegen 11 Uhr dem Feuerwerker der Bezirksregierung nach Durchfahrt des letzten, geplanten Güterzuges über die Hamm-Osterfelder-Bahn grünes Licht für den Start der Entschärfung gegeben. Bis sich dann wenige Minuten später der Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn meldete, um kurzfristig die Durchfahrt eines weiteren Güterzuges anzukündigen.

Nach etwas mehr als zwei Stunden wurde die Sperrung der Industriestraße in Richtung Rünthe wieder aufgehoben. Foto: Volkmer

So verzögerte sich die Fortsetzung der Entschärfung um rund 25 Minuten. Die rund 130 gemeldeten Anwohner im zu evakuierenden Bereich hatten ihre Häuser schon rund eine Stunde vorher um 10.30 Uhr verlassen. Die Straßensperrungen – unter anderem an der Industriestraße und der Unteren Erlentiefenstraße – waren wie vorgesehen um 10 Uhr eingerichtet worden.

Die 250 Kilo schweren Hinterlassenschaften aus Kriegszeiten stammen aus England und den USA. „Die britische Bombe ist schwieriger zu entschärfen gewesen, weil diese mit einem Langzeitzünder versehen war“, so Karl-Heinz Clemens. Um 12.12 Uhr vermeldete der Feuerwerker dann das erfolgreiche Ende des Einsatzes, worauf die Sperrungen aufgehoben und die evakuierten Bewohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren konnten.

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