Lünen/Dortmund. Am Montagabend (1. Juni 2026) gegen 22.40 Uhr ereignete sich an der Derner Straße in Lünen ein räuberischer Diebstahl unter Vorhalt einer Schusswaffe und eines Messers zum Nachteil einer 24-jährigen Dortmunderin.
Die drei Tatverdächtigen versuchten zu flüchten. Doch das Trio hatte die Rechnung ohne den Diensthund „Tiu“ gemacht. Polizisten nahmen alle drei wenig später fest.
Ersten Erkenntnissen zufolge war die Frau aus Dortmund auf der Derner Straße unterwegs, als sie von drei maskierten Personen angesprochen wurde. Unter Vorhalt einer Schusswaffe und eines Messers forderten sie die Frau auf, ihnen alle Wertsachen auszuhändigen. Die Täter erbeuteten ein Smartphone und flüchteten in den angrenzenden Volkspark.
Kurz darauf erschienen Freunde der Dortmunderin am Tatort und alarmierten die Polizei. Anschließend begaben sie sich mit dem Auto auf die Suche nach den Flüchtigen. Tatsächlich konnten sie im angrenzenden Volkspark drei Personen entdecken, auf die die Beschreibung der 24-Jährigen zutraf und gaben die Informationen über den Notruf an die Polizei weiter.
Wenig später konnten zivile Einsatzkräfte zwei Tatverdächtige beim Verlassen des Parks festnehmen. Einer der Täter ergriff die Flucht und versuchte sich vergeblich im Unterholz zu verstecken. Trotz mehrfacher Aufforderung wollte sich der Mann nicht zu erkennen geben. Doch der feinen Nase des hinzugerufenen Diensthundes „Tiu“ konnte er nicht entkommen. Als der Hund ihn entdeckte, führte der 14-Jährige eine Abwehrbewegung aus, sodass der Hund ihn in den rechten Arm biss. Der Jugendliche erlitt dadurch eine leichte, oberflächliche Verletzung. Eine Behandlung durch den Rettungsdienst lehnte er ab.
Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich um einen 14-Jährigen aus Hamburg, einen 16-Jährigen aus Lünen und einen 18-Jährigen aus Castrop-Rauxel.
Alle drei wurden festgenommen, dem Polizeigewahrsam zugeführt und erkennungsdienstlich behandelt. Die Einsatzkräfte stellten ein Messer, eine schwarze Softairwaffe sowie schwarze Sturmhauben sicher. Auch die Smartphones der zwei Jugendlichen bzw. des jungen Erwachsenen wurden sichergestellt.
Das Trio muss sich nun wegen räuberischer Erpressung verantworten. Die Beamten leiteten ein entsprechendes Strafverfahren ein. Aktuell wird geprüft, ob die drei Tatverdächtigen auch für ein nur wenige Augenblicke zuvor gemeldetes Bedrohungsdelikt in der Lutherstraße in Lünen verantwortlich sind.






















