Hund am Essener Hbf misshandelt – Bundespolizei nimmt Mann fest

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Essen. Am Abend des 8. April 2026 beobachteten Einsatzkräfte der Bundespolizei über die Videoüberwachungsanlage des Essener Hauptbahnhofs einen Mann, der massiv gegen seinen Hund vorging. Im Rahmen der anschließenden Kontrolle leistete der 49-Jährige erheblichen Widerstand und beging zahlreiche weitere Straftaten.

Gegen 19.45 Uhr fielen den Beamten die Handlungen des Mannes auf Bahnsteig 1/2 auf. Der in Hamburg wohnhafte Deutsche warf zunächst seinen Koffer die Treppen hinunter und ließ seinen Hund unangeleint durch den Bahnhof laufen. In der Folge hob er das Tier an den Vorderbeinen hoch, ließ es kontrolliert fallen und versetzte ihm einen Faustschlag in die Seite. Zudem riss er dem sichtlich eingeschüchterten Tier gewaltsam das Maul auf.

Eine umgehend entsandte Streife stellte den Mann auf dem Bahnsteig fest. Dieser reagierte sofort hochgradig aggressiv. Während der Identitätsfeststellung verlor der Aggressor beim Öffnen seiner Geldbörse einen Verschlussbeutel mit einer geringen Menge Betäubungsmittel (vermutlich Amphetamin) und versuchte vergeblich, diesen mittels Fußtritten wegzuschieben. Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Uniformierten zudem ein Faustmesser, das der Mann griffbereit in einem Holster am Gürtel führte.

Sowohl bei der Durchsuchung als auch bei der anschließenden Mitnahme zur Dienststelle leistete der 49-Jährige massiven Widerstand, stemmte sich gegen die Beamten und riss seine Arme los. Aufgrund des gefährdeten Tierwohls wurde der Hund in Absprache mit der Stadt Essen sichergestellt und in die Obhut eines Tierheims übergeben.

Nach Abschluss der ersten Maßnahmen und dem Verlassen der Wache beleidigte der 49-Jährige die eingesetzten Beamten, trat gegen die Wachtür und entleerte seinen mitgeführten Müll unmittelbar vor dem Eingangsbereich. Einem erneut erteilten Platzverweis leistete er keine Folge, woraufhin er unter Androhung von Zwang aus dem Bahnhof geführt wurde. Dort schlug er gegen ein Dienstfahrzeug der Bundespolizei.

Zur Unterbindung weiterer Straftaten wurde die Ingewahrsamnahme des Mannes angeordnet. Nach einer medizinischen Untersuchung in einem Krankenhaus wurde die Gewahrsamsfähigkeit des Hamburgers bestätigt, woraufhin er in das zentrale Polizeigewahrsam eingeliefert wurde. Auch während des Krankenhausaufenthalts bedrohte er die eingesetzten Kräfte fortlaufend.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung ein. Zudem wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Verunreinigung der Bahnanlagen eingeleitet.

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