Freitag, April 19, 2024

Sakristei-Neubau auf dem Fundament des „Ufos“

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Werne. Der Abriss der Sakristei der St.-Christophorus-Kirche ist längst besiegelt. Gravierende baukonstruktive Mängel, die eine wirtschaftliche Sanierung ausschlossen, hatten im Juli 2020 zu der schwerwiegenden Entscheidung geführt. Für einen Neubau laufen derzeit die Planungen, berichtete Pfarrdechant Jürgen Schäfer, auf Nachfrage von WERNEplus.

Mit der Stadt Werne und der Unteren Denkmalbehörde habe man sich bereits abgestimmt, weitere Gespräche mit dem Landschaftsverband Westfalen Lippe und der Bauabteilung des Bistums Münster werden folgen, sagte der Dechant zum Stand der Dinge.

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Zum Hintergrund: Vom Kirchenvorstand beauftragte Gutachter hatten 2020 erhebliche konstruktionsbedingte Mängel an dem Oktogon (Achteck) ausgemacht. Schäden an den Sandwich-Elementen der Fassade, den Acrylglas-Streifen sowie am Sockel traten zutage. Undichtigkeit der Außenhülle bei Regen und Pfützenbildung im Innern waren unter anderem die Folge. „Aus baulich technischer Sicht ist zu empfehlen, den oberirdischen Gebäudeteil bis zur Oberkante der Kellergeschosswände zurück zubauen und eine neue Konstruktion auf diesem Fundament zu errichten“, lautete schließlich die Empfehlung der Experten.

Eingeschossig, barrierefrei und mit modernen Standards

Von Beginn an hatten sich in Werne an dem modernen Bau aus der Feder eines Kölner Architekturbüros jedoch die Geister geschieden. Die einen schätzten das Wechselspiel von Historie und Moderne zwischen der altehrwürdigen Pfarrkirche und der zeitgenössischen Sakristei, die anderen konnten sich mit dem im Volksmund „Ufo“ genannten Oktogon (Achteck) so gar nicht anfreunden.

Wie das neue Gebäude im Detail aussehen soll, wird derzeit noch ausgearbeitet. Diese werde man vorstellen, sobald die Planungen abgeschlossen seien, so der Dechant. Entstehen wird die neue Sakristei auch aus Kostengründen auf dem vorhandenen Fundament des Bestandsgebäudes. Insbesondere die Abstimmung des Neubaus mit der historischen Fassade des Kirchenbaus sei den Planern wichtig, erläuterte Jürgen Schäfer sinngemäß.

Das Bistum gebe eine Größe von 100 Quadratmetern vor. Der eingeschossige Neubau solle nicht nur den Blick auf die historische Pfarrkirche erlauben, sondern auch moderne Standards der Barrierefreiheit ebenso wie energetische, technische und praktische Anforderungen erfüllen. So sind beispielsweise eine Wickelmöglichkeit für die Taufkinder und ein barrierefreies WC vorgesehen.

Schlussendlich muss die Finanzierung des Neubaus noch den Bewilligungsausschuss durchlaufen, hieß es ferner. Wann die Bauarbeiten beginnen werden, ist also noch offen „Wenn ich es wüsste…“, so der Dechant.

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