Dienstag, Februar 10, 2026

An(ge)dacht: Leben im Systemversagen

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Werne. Systemversagen, so heißt das Werk des Buchautors und Gründers einer sehr erfolgreichen Medienmarke von Gabor Steingart. Darin schlüsselt er die politische und ökonomische Geschichte unseres Landes auf und stellt fest, dass der Kern der Gesellschaft, immer weniger leistungsfähig ist.

Damit sind alle produktiven Kräfte in unsrem Land gemeint. Die Kruste in seinem Bild, sind alle Menschen, die nicht zum Bruttosozialprodukt beitragen. Dazu gehören neben dem Bürgergeldempfänger auch die Hausfrau, unsere Kinder und Rentner, die nur aus dem System gespeist werden und nichts mehr zu unserem Wohlstand dazugeben. Dass diese Kruste dick geworden ist, zählt zu einer seiner Ursachen für unseren Wohlstandsverlust, der immer dramatischere Züge annimmt.

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Auch aus der Wirtschaft und Politik sind Töne zu hören, dass mehr gearbeitet werden muss, Feiertage zu streichen sind und wir uns mehr anstrengen müssen, um nicht den Anschluss zu verpassen.

Ich erlebe in der Wirklichkeit oft dieses Bild. In den Schulen kämpfen die Lehrer um ihre Autorität, Respekt gegenüber dem Alter und die Wertschätzung gegenüber dem Nächsten gehen immer mehr verloren. Die Bibel spricht davon, dass es eine Zeit geben wird, wo die Liebe erkaltet. Die Menschen werden nur noch selbstsüchtig sein, Kinder werden gegen ihre Eltern rebellieren und sie werden das Vergnügen mehr lieben als Gott. (2. Timotheus 3)

Es ist verblüffend, wie genau diese Beschreibung auf unsere Zeit passt, dabei ist es vor 2.000 Jahren geschrieben. Dabei ist es aus meiner Sicht nicht der Grund, dass wir alle faul geworden sind. Es ist die Gottesfurcht, die Ehrfurcht vor dem, der uns das Leben gegeben hat, die verloren gegangen ist. Damit verliert dieses Leben an Wert, an Sinn und am Blick auf den Nächsten.

In den erfolgreichen Ländern dieser Welt ist dies nicht anders. Dort ist der Mensch oft eine Nummer im System. Doch Gott sagt, dass er diese Welt so sehr geliebt hat, dass er bereit war seinen eigenen Sohn zu opfern, dass jeder der das glaubt, ewiges Leben hat. Erkennbar ist das in lebendigen Gemeinschaften von Nachfolgern Jesu. Besonders in der verfolgten Kirche! Ich lade sie ein, mal dorthin zu schauen und sich ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.

Ein gesegnetes Wochenende wünscht

Frank Ulrich

Christliche Gemeinde Werne

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