Donnerstag, April 18, 2024

„Werne liest“ macht zum sechsten Mal Appetit auf das Abenteuer Lesen

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Werne. 39 Prozent der Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren in Deutschland wird selten oder gar nicht vorgelesen. Eine erschreckende Zahl, wie das Organisationsteam von „Werne liest“ findet. Appetit auf das Abenteuer Lesen soll die zum sechsten Mal durchgeführte Veranstaltung am Freitag, 17. November, besonders bei den Jüngeren wecken.

Der Aktionstag fand erstmalig im Oktober 2010 im Rahmen der Local-Hero-Woche von RUHR.2010 statt. Im Laufe der Jahre erweiterte sich sowohl die Zahl der vorlesenden Personen als auch die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen. Das Thema in diesem Jahr lautet „Daheim und unterwegs“, 79 Vorlesende stehen in den Startlöchern, rund 2.000 Zuhörende werden sie wohl wieder erreichen.

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Bekannte Vorleserinnen und Vorleser sind in diesem Jahr u.a. Bürgermeister Lothar Christ, Landrat Mario Löhr, der die Tradition seines Vorgängers Michael Makiolla fortsetzt, Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, Polizei und Feuerwehr, Kirchengemeinden, Presse und Wirtschaft. Darüber hinaus engagieren sich Lesepatinnen und -paten des Vereins Lesewelt Werne sowie Mitglieder des Internationalen Clubs Werne (ICW) sowie Sechstklässler der Marga-Spiegel-Sekundarschule.

Gelesen wird in 13 Kitas in 27 Gruppen, in sechs Schulen mit 35 Klassen, für Kinder des Werner Tennisclubs nach dem Training, in einem Pavillon vor „Düt & Dat“ (öffentlich), für Gäste der Suppenküche von „Alle gemeinsam, keiner einsam“. In vier Seniorenheimen präsentieren Märchenerzählerinnen Geschichten passend zum Motto. Gelesen wird aber nicht nur in den Einrichtungen, sondern auch im Solebad Werne, im Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte, im Alten Rathaus oder im Kino.

Stellten „Werne liest“ 2023 vor (von links): Konrad Günther (ICW), Rebecca Gutzat („Alle gemeinsam, keiner einsam“), Bürgermeister Lothar Christ, Büchereileiterin Gerlinde Schürmann, Meuche (Marga-Spiegel-Schule), Anette Haida und Rita Bäter (beide Lesewelt Werne) und Gertrud Schmidt (Düt & Dat). Foto: Wagner

„Düt & Dat“ unterstützt Aktionstag mit 2.000 Euro

Die Abschlussveranstaltung findet abends um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei statt: Das „ensemble anderswelt“ präsentiert einen märchenhaft-musikalischen Ausflug in die Welt der Fantasie. Für die vorlesenden Personen des Aktionstages ist der Eintritt frei.

Der Verein „Düt & Dat“ ermöglicht den Einsatz der Märchenerzählerinnen und den Abschluss mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro an Mitveranstalter „Lesewelt Werne“.

„Möglich ist die Veranstaltung in Werne nur, weil es in unserer Stadt ein gut funktionierendes Netzwerk von Menschen gibt, die sich aktiv beteiligen. Für sie ist das eine Selbstverständlichkeit, viele sind seit Anfang an dabei und einige nehmen sich extra Urlaub für die Aktion“, hob Gerlinde Schürkmann, Leiter der Bücherei, beim Pressetermin hervor. Bürgermeister Lothar Christ unterstrich: „Es ist gut, daran zu erinnern, wie wichtig das Vorlesen ist.“ Ihn bereite die „schnelllebige Zeit mit Netflix & Co.“ Sorgen. Und weiter: „Die mobilen Endgeräte sind schon bei vielen Kindern im Grundschulalter vorherrschend, das Lesen rückt in den Hintergrund. Umso bedeutender ist dieser Aktionstag.“

Dass regelmäßiges Vorlesen sich positiv auf die Entwicklung eines Kindes auswirkt, sei allgemein bekannt. Fachleute sind sich einig: Wenn Eltern ihren Kindern schon von klein auf vorlesen, tut das den Kleinen auf verschiedenen Ebenen gut, betonte Gerlinde Schürkmann: „Kinder lieben die gemeinsame Zeit, wenn sie sich mit Mama oder Papa auf das Sofa kuscheln und ein Buch lesen. Denn Vorlesen bedeutet nicht nur, einen Text zu erfassen, sondern auch mit der Bezugsperson die Beziehung zu pflegen.“ Besonders wichtig sei die Jungen-Leseförderung, weshalb sich auch sehr viele männliche Vorleser engagieren.

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