Mittwoch, April 24, 2024

Familienkonzert: Vom Bären zum Prinzen und vom Weinen zum Lachen

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Werne. Kann man mit einem traurigen, sorgenfaltendurchfurchten Gesicht kleinen Kindern und großen Erwachsenen einen Einstieg in eine vergnügliche Musikstunde bieten? Man kann. Das bewies am Sonntag das Ensemble „Triskilian‟ im Bürgersaal des Alten Rathauses.

Mit diesem Familienkonzert setzte die Gesellschaft der Musikfreunde Werne den Schlusspunkt unter ihr Herbst- und Winterprogramm 21/22, wie die Vorsitzende Susanne Vedder-Laurenz erläuterte. Schätzungsweise rund 100 Väter, Mütter, Großeltern und Kinder waren der Einladung gefolgt. Auf dem Programm stand das Märchenstück „Die Bärenprinzessin‟.

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Zur Tradition des Familienkonzerts gehört auch der seit Jahren familienfreundliche Eintrittspreis von fünf Euro pro Familie. Immer, wenn eine Familie in den Saal kam, erhielt eines der Kinder die Karte. Den Kleinen machte es Spaß, auf einmal im Mittelpunkt zu stehen. Dazu kam die auf Anhieb ungewohnte Beleuchtung des historischen Raumes. Im vorderen Teil, wo die Bühne aufgebaut war, waren die Fenster mit schwarzen Tüchern verhängt. Dadurch entstand ein geheimnisvolles Dämmerlicht – und schuf damit die Atmosphäre für eine Märchenstunde. Das Familienkonzert bestand aus Musik, Märchen und Mitmachaktionen für die Besucher aller Altersstufen.

In die Zielsetzung „geheimnisvoll‟ passte auch das Ensemble „Triskilian‟. Denn die vier Mitglieder der Künstlertruppe aus Aschaffenburg und Heidelberg machen seit Jahren nicht nur erfolgreich Mittelaltermusik, sie verwenden auch damals übliche Instrumente, die aus den heutigen Musikgerätebeständen moderner Orchester längst verschwunden sind.

Die Zuhörer hatten inzwischen Platz genommen. Es herrschte ein erwartungsvolles Stimmengewirr, das aber sofort verstummte, als Susanne Vedder-Laurenz die Zuhörer und die Künstler aus Bayern und Baden begrüßte. Silke Kilian aus der Barden-Gruppe übernahm an diesem Vormittag die Hauptrolle auf der Bühne als Ansagerin, Erzählerin und Animateurin. Allein ihre Stimme und Sprechweise zeichnete die Figuren und Personen des Märchens von der Bärenprinzessin in den Bürgersaal und in die Phantasie der Zuhörer.

Tanzen, mitfiebern und einfach Spaß haben machte auch den jüngsten Gästen des Familienkonzerts Freude. Foto: Steinmüller

Bevor es richtig losging, wurden die mittelalterlichen Instrumente vorgestellt – von der keltischen Harfe bis hin zur griechischen Tzouras und dem schottischen Dudelsack. Derart mit Wissen präpariert, war der Weg in die internationale, aber mittelalterliche Musikwelt geebnet. Wenn es um Stimme geht, darf Jule Bauer, ebenfalls Mitglied des Ensembles, nicht vergessen werden. Sie beherrscht nicht nur Musikinstrumente, sondern kann auch beeindruckend singen, wie sie unter Beweis stellte.

Die Geschichte begann traurig, von einem König, der sich täglich Sorgen um alles mögliche machte und deshalb stets ein sorgenvolles Gesicht hatte. Silke Kilian animierte das Publikum, nun ebenfalls ein sorgenvolles Gesicht zu machen. Da machten die Kinder fleißig mit.

Das Märchen ging weiter, wurde immer spannender, lustiger und endete, wie es sich für ein ordentliches Märchen gehört, mit der Heirat der hübschen Prinzessin und des von ihr aus dem Bärendasein erlösten Prinzen. Zuvor musste aber eine lange Reise durch viele Länder bewältigt werden. Zu jedem der erwähnten Länder hatte die Mittelalterband entsprechende Musik im Repertoire. Immer wieder gab es Mitmachstellen für die Kinder. Zum Schluss waren alle im Saal aufgefordert, zur Hochzeitsmusik des Prinzenpaares zu tanzen. Viele Kinder machten mit, die Erwachsenen mussten sich beherrschen und verzichten, weil der bestuhlte Raum keinen Platz fürs Tanzen bot. 

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