Musica Sacra Westfalica: Junge Stimmen streben „Himmelwärts“

Anzeige

Werne. Fließende Melodiebögen, sanfte Schwingungen und ruhige Rhythmen: Der Jugendkonzertchor der Musikakademie Dortmund präsentierte sich am Sonntagnachmittag mit einem fast meditativ anmutenden Konzert. Mehr als 120 Zuhörer waren der Einladung der Stiftung Musica Sacra Westfalica gefolgt und ließen sich in St. Christophorus von dem klangschönen A-cappella-Gesang faszinieren.

„Himmelwärts“ hatten der Jugendkonzertchor und sein musikalischer Leiter Felix Heitmann ihr Programm überschrieben. Darunter fassten sie Werke, die von schicksalhaften Erfahrungen ebenso wie von Hoffnung und Verheißung kündeten. Die Motette „Ich bin eine rufende Stimme“ des Barockkomponisten Heinrich Schütz fand darin ebenso ihren Platz wie Brahms „Nachtwache II“ und Werke zeitgenössischer Komponisten – etwa „Venite et audite“ (Kommt und hört) von Jean Langlais oder eine Psalmvertonung aus dem Requiem von Herbert Howells.

- Advertisement -

Diese Stücke waren für den Chor zu Lichtblicken geworden, in Zeiten von Lockdowns, Homeschooling, Ausgangssperren und Onlineproben. Etwas von der Zuversicht, die sie trotz dieser Schwierigkeiten im gemeinsamen Singen gefunden hatten, gaben die Jugendlichen am Sonntag an ihr Publikum weiter.

Mehr als 120 Zuhörer waren der Einladung der Stiftung Musica Sacra Westfalica gefolgt. Foto: Schwarze

Bei der Interpretation herrschte eine feierliche Stimmung vor, getragen von einer konzentrierten Spannung der jungen Sängerinnen und Sänger. Da erhoben sich klangreine Sopranstimmen wie eine Stimme zu glasklarem Forte, im nächsten Moment aufgefangen von Altistinnen und Bässen. Wiegende Rhythmen glitten durch das Gotteshaus, zu denen der Chor in fein abgestuften Crescendi Stimmlage für Stimmlage aufblühte.

Wie eine feine Miniatur erklang zwischendurch ein Vokalsextett: Sechs Sängerinnen und Sängern des Gesamtchores intonierten drei Lieder mit filigraner Durchsichtigkeit und ungekünstelter Innigkeit. Gleichzeitig verliehen sie diesen Stücken eine strahlende Farbigkeit, die den Kirchenraum dynamisch zu füllen vermochte.

Weitere Artikel von Werne Plus

Sommerliche Musikreihe am Gradierwerk startet mit Blasmusik

Werne. Die sommerliche Musikreihe am Gradierwerk startet am kommenden Sonntag, 21. Juni 2026, mit dem „Blasorchester Lüdinghausen Seppenrade“. Das Blasorchester steht für einen musikalischen...

FDP Werne: Wertstoffhof soll fit für digitale Zukunft werden

Werne. Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Werne möchte prüfen lassen, ob digitale Zugangslösungen den Service am Wertstoffhof verbessern können. Dazu hat die Fraktion...

Vorfreude auf das Plätzerfest im Klosterhof der Kapuziner

Werne. Immer zum Patronatsfest Peter und Paul am 29. Juni brutzeln im Garten des Kapuzinerklosters Werne in den riesigen Pfannen der Plätzerinnen unzählige Reibekuchen...

Fest im Familienzentrum: Volles Programm für Kinder in Stockum

Stockum/Werne. Beim jährlichen Familienzentrumsfest, welches in diesem Jahr in der Kita Jona ausgetragen wurde, ist jüngst positiver Ausnahmezustand angesagt gewesen. Die Kinder erlebten einen...