Familienromane und ausverkaufte Reihen beim 27. LiteraTurnier

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Werne. Wie beginnt die bekannte Besetzung des LiteraTurniers in der Stadtbücherei Werne eine Lesung, wenn es draußen regnet und kälter wird? Natürlich mit einem Rückblick auf den vergangenen Sommer.

Während Magnus See (Autor und Verleger) seine freie Zeit in Porto verbrachte und Liane Jäger ihren Ausflug nach Slowenien genießen konnte, musste Hartmut Marks seine Reiseziele streichen und Ludger Burmann sich unterdessen über Glück in der Liebe freuen.

Gemein haben sie dennoch, dass sie sich bei Hartmut Marks zum Grillen treffen, um die ausgewählten Bücher vor den Lesungsterminen untereinander vorzustellen und zu besprechen, wie Magnus See verrät. „Dann habe ich meine Klappentexte vorgelesen und alle davon wurden abgelehnt“, äußert Magnus See mit Schmunzeln.

Trotz anfänglicher Ablehnung durfte See den Abend mit dem Roadnovel „Nicht von dieser Welt“ von Michael Ebert beginnen. „Man findet sich in diesem Buch wieder, wenn man sich darauf einlässt“, schlussfolgert er und auch alle anderen Teilnehmer sind der Meinung, dass der Roman mindestens lesenswert ist.

Auch die etwas ernstere Lektüre verursachte innerhalb der Gruppe den einen oder anderen Lacher.

In einer kleinen Pause wurden die traditionellen Quizze ausgeteilt, bei denen man sich darauf einigte, dass der gute Wille, nicht die richtigen Antworten belohnt wurde.

Weiter ging es mit „Die Netanjahus“ von Joshua Cohen, präsentiert von Hartmut Marks (Pfarrer, Reiseleiter und Festivalleiter von „Blutige Lippe“). Der Roman fasse die Aktualität derzeitiger Krisen auf, sei aber schwierig zu lesen und die literarische Essenz mussten sich die meisten durch Suchen im Internet erschließen, so die einhellige Meinung. Dennoch stellten sie fest: Ein toller Roman für das Verständnis von jüdischer und arabischer Geschichte.

Kontrovers diskutiert wurden „Nachtdiebe“ von Bodo Kirchhoff sowie „Mittsommertage“, geschrieben von Ulrich Woelk. „’Die Nachtdiebe‘ sind für mich die Nr. 1 heute Abend“, so Hartmut Marks. Inhaltlich sorgte der Roman für einige Irritation innerhalb der Runde, konnte aber doch bei vielen mit seinem Sprachstil sowie klaren und kraftvollen Beschreibungen punkten.

Die Moderation vor den ausverkauften Sitzreihen im Wohnzimmer der Stadtbücherei übernahm an diesem Abend Dieter Vatheuer als Streitschlichter und zugleich Anheizer der regen Diskussionen. Hubertus Waterhues von Bücher Beckmann verwies auf die noch anstehende adventliche Lesung am 29. November um 19.30 Uhr in seinen Räumlichkeiten. Stephanie Marzian sorgt dann für herzerwärmende Momente in der kalten Jahreszeit.

Das nächste LiteraTurnier wird am 14. Februar 2024 um 19.30 Uhr stattfinden.

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