Mittwoch, Januar 7, 2026

Fest der Künste und Kulturen macht Innenstadt zum Publikumsmagneten

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Werne. Wo die Besucher/innen am vergangenen Wochenende Zeugen von lautem Bass und klugen Wortspielereien wurden, fand das „Fest der Künste und Kulturen“ statt.

Drei Tage lang Programm sorgten für mitreißende Musikerlebnisse, angefangen mit der „Fly High Band“ am Freitag (15. August) und abschließendem Punkrock von „Mucky Feet“ am Samstag. Dazwischen: Stand-Up, Comedy und ausgefeilte Texte mit und von Christian Huppert, Magnus See feat. Claudius Reimann, HipHop mit „DrikOne & AdriNalin“ und „On Our Knees“ am Freitag.

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Am Samstag wurde es etwas wilder mit Punkrock, vertreten von den „Black Orchids“ und „Broken Cymbals“. Hubertus Waterhues resümiert für den Kunstverein als Mitveranstalter: „Werne at its best: Menschen, die sich zusammenfinden, eine gute Zeit haben, helfende Hände. Offen sein für Dinge, die auch außerhalb der eigenen Interessen liegen und einander achten. Das war bei diesem Fest bemerkenswert.“

Einen Kritikpunkt gibt es dennoch. Wo das Fest es bei vielen Menschen schaffte, die Angst vor den Begriffen „Kunst“ und „Kultur“ abzubauen, blieb vor allem der Besuch junger Leute aus. Einige nahmen am Fest erst gar nicht teil und beschwerten sich dennoch. Denen entgegnet Hubertus Waterhues gelassen: „Beweis‘ mir, dass das Mist ist“ und empfiehlt einen Besuch. Gehen könne man immer noch.

Einen ruhigen Ausklang fand das Fest am Sonntag beim Kunstweg „Licht und Schatten“ mit improvisierter musikalischer Begleitung von Claudius Reimann mit dem Saxophon. Bei einem Rundgang durch die Steinstraße, über den Marktplatz, durch die Kroes-Passage, die Bonenstraße, am Sporthaus und am Museum vorbei. Dabei erhielten die knapp 40 Teilnehmenden der Führung Eindrücke und Hintergründe zu den Gemälden von Philippa Jasper. „Ich bin dankbar für das Interesse all der Menschen, die ich ja überwiegend gar nicht kenne, die sich aber aufgeschlossen und offen für den Dialog gezeigt haben“, berichtet die Künstlerin.

Sie hatte passend zum Motto des Rundwegs „Licht und Schatten“ 14 Werke mitgebracht, die hinter diversen Schaufenstern in Werne Platz fanden. „Die Werke gehen eine Verbindung mit dem Schaufenster ein – aus Gemälden wird eine Installation“, beschreibt Philippa Jasper die Besonderheit des Rundgangs. Magnus See, Gründer des Ventura Verlags und Mitveranstalter des Festes, fasst die Bilder als „Master of the Universe trifft Rotkäppchen“ zusammen. Und tatsächlich: Wer genau hinschaute und die noch aufgestellten Bilder genauer betrachtete, sah, was er meinte.

Monica Urquiola-Abdinghoff öffnete ihr „Traum Atelier“ und bot Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit der Besichtigung.

Passend zum Thema öffnete auch Monica Urquiola-Abdinghoff, Inhaberin des „Traum Atelier“ Wernes, ihre Türen. Vielleicht begegnet dem einen oder anderen doch eine Kunst, die ins Herz geht. Wie Magnus See, der am Sonntag schließlich aus dem Atelier kam und gestand: „Na super, jetzt habe ich doch ein Bild gekauft.“

Für kreative Köpfe bietet sich für den September noch die Gelegenheit, sich für Kurse im „Traum Atelier“ anzumelden. Am 19. November findet dann wieder das LiteraTurnier ab 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Werne statt.

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