Werne. Die FreiLIVEBühne der Freilichtbühne Werne ging nach ihrem rockigen Start am vergangenen Freitag (18. September) mit John Diva nun in tanzbare und Beats und kultige Songtexte über: Die aus Berlin stammende Band MiA. sorgte mit Klassikern wie „Tanz der Moleküle“, „Hungriges Herz“ und „Fallschirm“ für gute Laune und viel Bewegung im Publikum.
Den Abend eröffnete Art-Pop-Künstlerin HYMEN aus Münster, die das Publikum mit elektrischen Klängen und tanzbaren Vocals in feierliche Stimmung brachte. Wie auch ihre Single „Blutorange“ geht es in den Songs aus ihrer bereits erschienenen EP „Mermaids in Zivil“ um gesellschaftskritische und feministische Ideen sowie Themen rund um Selbstbestimmung. In der Begleitung von Benny Doedt am Schlagzeug und neuen alternativen Sounds gelang die Einstimmung für den Hauptact gekonnt:
Mit ihrem Song „LOS“ startete Sängerin Mieze Katz dann euphorisch und energiegeladen auf die Bühne und brachte das Publikum in der Begleitung von Andy Penn, Gunnar Spies und Robert Schütze zum Jubeln. Der Klassiker „Alles neu“ aus ihrem Debütalbum Hieb & Stichfest erinnerte an die Anfänge der Band im Jahr 2002 – an eine Zeit mit dem Wunsch nach Aufbruch und Rebellion in einem Berlin, das nach einer Zeit mit viel Leerstand auf seinen Durchbruch wartete.

Darüber hinaus legte die Band auch clubtaugliche Texte mit dem noch unveröffentlichten Lied „Müde vom Happysein“ und beliebten Songs wie „Hellsehen“ und „Dafür oder Dagegen“ nach. Emotional wurde es mit Mias neuester Single „Panzer“: „Mit dem Lied haben wir was riskiert. Es ist ein Lied, das nicht warten kann, weil es auf so schmerzhafte Art und Weise in unsere Zeit gehört“, beschreibt Frontfrau Mieze Katz die Relevanz des Liedes und ihren Wunsch, dass wir uns in unseren Emotionen auch mal schonungslos offen und unverstellt zeigen dürfen.

Ein Abend, der daran erinnert, dass die verletzliche Seite ein Anlass dafür sein kann, einander auf ganz neue Weise zu begegnen: „Vielleicht schaffen wir es irgendwann, unsere Panzer im Sand liegen zu lassen, sodass sich Kinder in tausend Jahren Buden daraus bauen“, so die Sängerin. Am Ende eines berührenden und mitreißenden Konzertes bleibt der Band ergriffen von der Resonanz des Publikums nur noch eines zu sagen: „Wir sind das erste Mal in Werne und es wird mit Sicherheit nicht unser letztes Mal sein.“
Bis es so weit ist, dürfen sich Fans am 9. Oktober auf MiAs neues Album „Euphorie und Alltag“ freuen. Im kommenden Jahr darf die Band neben dieser Vorfreude auch ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Eine Erfolgsgeschichte, die noch lange nicht zu Ende ist.




















