Werne. Ein Reisepass war am Dienstagabend in der Aula des Gymnasiums St. Christophorus nicht erforderlich – lediglich offene Ohren und gute Laune. Pünktlich um 18.30 Uhr brachen die 46 Sängerinnen und Sänger der OHRWÜRMER gemeinsam mit Chorleiter Andreas Lüning zu einer musikalischen Reise auf, bei der nicht Ländergrenzen, sondern Melodien den Weg vorgaben.
Unter dem Konzertmotto „Ortsnamen“ führte der Chor das Publikum quer durch die unterschiedlichsten musikalischen Landschaften. Von aktuellen Pop-Hits über Rocksongs und Evergreens bis hin zu Schlager, Volkslied und Marsch spannte das Ensemble einen ebenso abwechslungsreichen wie kurzweiligen Bogen. Mal ging es in südamerikanische Metropolen, mal an die italienische Küste, mal in traditionsreiche Weinorte oder bis nach Ungarn – und selbst Hollywood durfte auf dieser Reise nicht fehlen.
Eine ganz besondere Station war jedoch Werne selbst. Mit „Wäen, mine Heimatstadt“ schlugen die jungen Sängerinnen und Sänger eine Brücke zu ihrem eigenen Zuhause und sorgten damit für einen Moment, der vielen Zuhörerinnen und Zuhörern besonders ans Herz ging.
Auch solistisch wusste der Chor zu überzeugen. Helene aus der Klasse 5c verlieh „Take Me Home, Country Roads“ mit ihrer eindringlichen Stimme eine ebenso gefühlvolle wie authentische Note und nahm das Publikum mit auf einen musikalischen Ausflug über die Landstraßen Amerikas.
Für den passenden Rhythmus sorgte Pierre Linnemann aus der Q1 am Schlagzeug. Ob treibende Rockbeats oder tänzerische Latin-Percussion – der junge Musiker unterstrich jede Stilrichtung mit großer Souveränität und verlieh dem Chor einen ebenso präzisen wie mitreißenden Klang.
Zwischen den musikalischen Beiträgen lockerten zwei Fünftklässlerinnen das Programm mit humorvoll und sicher vorgetragenen Gedichten auf. So blieb genügend Zeit, die Eindrücke der zurückliegenden Reiseetappen nachklingen zu lassen, bevor es musikalisch schon wieder an den nächsten Ort ging.
In der Pause versorgten Schülerinnen und Schüler der Q1 die Gäste mit Getränken und Süßigkeiten zugunsten ihrer Abikasse und sorgten dafür, dass die Reisenden auch kulinarisch bestens versorgt waren.
Vor allem aber sprang die unbändige Singfreude der OHRWÜRMER vom ersten Lied an auf das Publikum über. Gleichzeitig beeindruckte das junge Ensemble mit seiner bemerkenswerten Stimmgewalt und einem homogenen Chorklang. Langanhaltender Applaus, Standing Ovations und Rufe nach einer Zugabe zeigte, dass die musikalische Reise ihr Ziel erreicht hatte.
Den Wunsch nach einer Zugabe erfüllten die OHRWÜRMER gerne: Mit „Tulpen aus Amsterdam“ verwandelten sie die Aula ein letztes Mal in ein fröhlich schunkelndes Publikum und setzten einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter einen rundum gelungenen Konzertabend.





















