Zwischen Alltag und Unsterblichkeit – Autorin liest aus Debütroman

Anzeige

Werne. Viele Jahre war Petra Loyda aus Werne vor allem Mutter, heute führt sie einen Hundesalon in der Kleinen Burgstraße – und schreibt. Nach dem Besuch einer Werkstatt für kreatives Schreiben von Autor und Verleger Magnus See erschienen bereits viele Kurzgeschichten von ihr in verschiedenen Anthologien des Ventura Verlags, z.B. in „Man müsste mehr ans Meer“.

Ihre Geschichten hatten schon immer etwas Fantastisches, Mystisches inne. Jetzt ist Petra Loydas Debütroman „Sentry. Der Engelskuss“ im Ventura Verlag erschienen, und auch dieser ist eindeutig dem Fantasy-Genre zuzuordnen, urbane Dark Romantasy um genau zu sein. Der Roman verbindet eine spannende Krimigeschichte um einen Serienmörder mit fantastischen Elementen, die vom beschaulichen Cappenberg bis nach Boston führt.

„Sentry. Der Engelskuss“ ist dabei mehr als klassische Fantasy. Zwar spielen übernatürliche Elemente eine zentrale Rolle, doch im Kern geht es um zutiefst menschliche Themen: Liebe, Schuld, Entscheidungen und die Frage, was bleibt, wenn alles andere verloren scheint. „Die Fantasy ist nur die Bühne“, erklärt die Autorin. „Eigentlich geht es um etwas sehr Echtes.“ 

Im Mittelpunkt steht Alina, die in einer narzisstischen Ehe feststeckt, in der jedes Gefühl gegen sie verwendet wird. Gerade als sie beginnt, sich innerlich davon zu lösen, überschlägt sich die Realität: Plötzlich tauchen Bilder auf, die sie niemals erlebt haben kann. Erinnerungen aus einem anderen Leben und einer Liebe, die nie aufgehört hat zu existieren. Doch ihre Erinnerung gehört nicht nur ihr. Zwei Männer kennen die Wahrheit – und beide haben sie schon einmal verloren. Je tiefer Alina in diesen alten Kampf hineingezogen wird, desto klarer wird, dass nichts an ihr Zufall ist.

Der Roman entstand aus einer sehr persönlichen Fragestellung heraus. „Ich konnte lange nicht akzeptieren, dass ein Mensch einfach verschwindet“, sagt die Autorin. „Das Schreiben war für mich eine Möglichkeit, darauf eine eigene Antwort zu finden.“

Premierenlesung bei Bücher Beckmann

Am Freitag, 17. April 2026, ab 19.30 Uhr findet die Premierenlesung aus ihrem Werk bei Bücher Beckmann statt. Die Lesung wird bewusst atmosphärisch gestaltet. Statt einer klassischen Inhaltswiedergabe setzt die Autorin auf ausgewählte Szenen, die direkt in das Geschehen hineinziehen und Emotionen spürbar machen. Unterstützt wird sie von dem befreundeten Autor Christian Huppert, der eine der beiden männlichen Perspektiven liest.

Organisiert wird die Veranstaltung von Buchhändler Hubertus Waterhues, Inhaber von Bücher Beckmann, der damit erneut Raum für regionale Literatur schafft. Die Karten sind für 7 Euro direkt in der Buchhandlung erhältlich.

Mit ihrem Roman lädt die Autorin ihre Leser dazu ein, sich auf eine Geschichte einzulassen, die über das Sichtbare hinausgeht. Ihr Wunsch: „Dass die Menschen etwas aus der Geschichte mitnehmen – vielleicht einen Gedanken oder ein Gefühl, das bleibt.“

ISBN 978-3-9912497-00-7
Taschenbuch, 368 Seiten
EUR 18,00

Weitere Artikel von Werne Plus

Diebstahl bei Rentnern in Werne: Haushaltshilfe vor Gericht

Werne. Eine Reinigungsfrau aus Werne soll ein Rentner-Ehepaar bestohlen haben. Deswegen musste sich die 35-Jährige am Mittwoch (28. Oktober 2026) vor dem Amtsgericht Lünen...

WSC feiert Saisonsieg Nummer zwei – Pokalspiel doch im Lindert

Werne. Fünf Tage nach dem ersten Dreier der Saison hat Fußball-Landesligist Werner SC nachgelegt: Beim neuen Schlusslicht Westfalia Gemen siegte das Team von Pascal...

Sim-Jü 2026: Polizei zieht positive Bilanz nach vier friedlichen Kirmestagen

Werne. Die Kreispolizeibehörde Unna zieht nach der diesjährigen Sim-Jü-Kirmes eine positive Bilanz. Das traditionelle Volksfest, das von Samstag (24.10.2026) bis Dienstag (27.10.2026) in Werne...

Umbesetzung beim Gastspiel „Der Sohn“: Hardy Krüger Jr. fällt aus

Werne. Aus medizinischen Gründen muss Hardy Krüger seine Teilnahme am Gastspiel „Der Sohn“ am 17. November 2026 im Kolpingsaal in Werne kurzfristig absagen. Die Rolle...