Montag, April 20, 2026

Besondere Lore an ehemaliger Zeche Hermann in Selm

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Selm. Die Selmer Bergbaugeschichte war eine kurze und doch prägte sie die Stadt nachhaltig. Zwischen 1909 und 1926 wurde in Selm auf der Zeche Hermann Kohle gefördert. In dieser Zeit wuchs Selm von ehemals knapp 2000 auf über 10 000 Bürger. Einiges im Stadtgebiet erinnert noch heute an die Selmer Bergbaugeschichte. Ein weiteres Relikt ist nun vor der ehemaligen Zeche Hermann, der jetzigen Firma Interhydraulik, dazu gekommen.

„Ich freue mich, dass wir diese besondere Lore der Öffentlichkeit präsentieren können. Es hätte keinen besseren Ort geben können, als hier vor den Toren der ehemaligen Zeche Hermann“, erklärte Bürgermeister Thomas Orlowski anlässlich eines Pressetermins am Dienstag. Die über drei Meter lange Lore war jahrelang auf dem Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop im Einsatz und hat nun Selm als letzten Aufstellungsort.

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„Dank gilt insbesondere Heino Janssen und dem WiKult. Ohne den Einsatz von Herrn Janssen und des WiKults würden wir heute hier nicht stehen“, so Thomas Orlowski. Der Vorsitzende des WiKult, Helmut Jahnke, erklärte, wie die Lore ihren Weg nach Selm gefunden hatte. „Als wir die Seilscheibe vor zwei Jahren haben aufstellen lassen, haben wir schon damals besprochen, dass eine Lore sowie andere Bergbaurelikte als weitere Zeichen der Selmer Bergbaugeschichte hier ihren Platz finden müssten. Es ist schön, dass uns das nun gemeinsam gelungen ist.“

Über Heino Janssen, der früher Leiter eines Grubenbetriebs war, kam der Kontakt zur Ruhrkohle AG zustande. „Dort war man von unserer Idee begeistert und bot uns bereitwillig Hilfe an“, erklärte Janssen. Peter Schrimpf, Vorstandsvorsitzender der RAG, war zur Aufstellung persönlich vor Ort und zeigte die besondere Geschichte der Lore auf. „Diese Lore wurde für den letzten Kohlentag auf Prosper-Haniel für den Festakt mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier präpariert. Schön, dass diese nun an diesem historischen Standort einen passenden Platz gefunden hat.“

Die Bergbaugeschichte, so Helmut Jahnke, würde so anschaulich im Stadtbild präsentiert werden. Als weiteres Zeichen des Kohlezeitalters in Selm hat Wolfgang Hirsch, Geschäftsführer der Firma Interhydraulik, einen Streckenausbau neben die Seilscheibe platziert. Wer genauer in die Bergbaugeschichte Selms eintauchen möchte, der kann dies nun ebenfalls vor Ort tun. Eine Hinweistafel an der Einfahrt zur Firma Interhydraulik führt mittels QR-Code zu Informationen zur Zeche Hermann und der Selmer Geschichte.

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