Mittwoch, Juli 24, 2024

Dr. Miroslava Raabe startet als Pastoralreferentin in Ascheberg

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Ascheberg (pbm/mek). Hätte Dr. Miroslava Raabe während ihres Studiums der Kunstgeschichte in der Slowakei kein Auslandssemester in Tschechien absolviert, hätte sie vielleicht nicht ihren jetzigen Mann kennengelernt und wäre der Liebe wegen 2014 nach Deutschland gezogen. Sie hätte bei den Hochzeitsvorbereitungen auch nicht einen Pastoralreferenten kennengelernt und wäre wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, selbst diesen Weg zu gehen.

„In der Slowakei gibt es den Beruf der Pastoralreferenten nicht. In Deutschland habe ich eine neue berufliche Perspektive gesucht. Menschen als Pastoralreferentin zu begleiten, konnte ich mir sehr gut vorstellen“, berichtet die 35-Jährige. Sie erkundigte sich beim Bistum über die Zugangswege und erfuhr, dass es auch eine praxisbegleitende Ausbildung gibt. „Genau das Richtige für mich. Ein weiteres Studium wäre für mich nicht mehr in Frage gekommen“, sagt Raabe, die ihr Studium in ihrer Heimat mit einer Promotion abgeschlossen hat.

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Raabe ist in der Slowakei in einem katholischen Umfeld aufgewachsen. „Meine Eltern waren in der Kirchengemeinde sehr engagiert. Ich habe im Kinderchor gesungen und Ferienlager begleitet“, berichtet sie. Die Gemeinde sei für sie ein Ort gewesen, an dem sie sich sehr wohl gefühlt habe. „Es war ein schöner Ort, an dem es nicht darum ging, was man konnte, sondern darum, wie man sich mit seinem Talent einbringt“, erzählt Raabe weiter.

Die vierjährige Assistenzzeit, die zur Ausbildung dazugehört wie auch der Fernkurs Theologie, absolvierte sie in der Pfarrei St. Laurentius Senden. „Ich bin sehr gut begleitet worden und froh, dass ich einen Beruf ausüben darf, der durch die Vielfalt der Aufgaben und die Freiheit der Gestaltung immer spannend ist“, ist sie glücklich über ihre Entscheidung. Ob in der Erstkommunion- oder Firmvorbereitung, im Liturgie- und Verkündigungsdienst, bei Jugendgottesdiensten und vielen weiteren Angeboten habe sie es geschätzt, dass es möglich war, verschiedene Formate auszuprobieren. „Gemeinsam mit der evangelischen Gemeinde haben wir jede Woche kurze Open-Air-Andachten angeboten, die gut besucht wurden. Es war ein sehr niederschwelliges Angebot, das gut funktioniert hat. Mir hat die Vorbereitung viel Freude gemacht“, nennt sie ein weiteres Beispiel.

Seit Anfang August komplettiert Raabe das Seelsorgeteam in der Pfarrei St. Lambertus in Ascheberg. „Ich werde die Seelsorge zunächst für vier Monate unterstützen“, berichtet sie. Dann geht sie in den Mutterschutz und später in die Erziehungszeit. „Nach dieser Pause werde ich mit einer halben Stelle in der Jugendarbeit tätig sein“, hat sie gemeinsam mit Pfarrer Stefan Schürmeyer geplant.

Ein Vers aus dem Buch Jesaja (43,4) begleitet Raabe schon lange. „Jeder Mensch ist von Gott geliebt und wertvoll. Diese bedingungslose Liebe ist für uns eine Einladung, wie wir unseren Mitmenschen begegnen können und sie behandeln sollen“, macht sie ihre Einstellung deutlich. Es ginge darum, den Menschen anzusehen und ihn nicht nach dem Erreichten zu beurteilen. „Als Träger dieser Botschaft sollten wir schauen, wie wir danach handeln. Wir müssen gucken, was die Zeichen der Zeit sind, und was die Menschen bewegt“, macht Raabe deutlich. Sie möchte die Menschen in ihrem Leben begleiten. „Und ihnen die Erfahrung der Gemeinschaft geben. Das ist eine der schönsten, die wir machen können“, ist sie sicher.

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