Neuer Intensiv-Transportwagen für die Feuerwehr Lünen

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Lünen. Die Feuerwehr Lünen hat einen neuen Intensivtransportwagen (ITW) in Dienst gestellt. Im August wurde die vierte Fahrzeuggeneration des ITW offiziell an der Feuer- und Rettungswache an der Kupferstraße vorgestellt.

Beim Fahrzeug handelt es sich um eine Sonderanfertigung eines Mercedes Sprinters. Über zehn Jahre Erfahrung im Bereich der Intensivverlegungen flossen in die Konstruktion mit ein. Der Intensivtransportwagen ist eine Kooperation zwischen dem St.-Marien-Hospital und der Feuerwehr Lünen.

Jährlich werden durchschnittlich 400 Einsätze von dem ITW abgeleistet. Die größtenteils schwer erkrankten Intensivpatienten werden mit dem Fahrzeug zum Teil weit über die Kreisgrenzen hinaus verlegt. Zwei Jahre zogen sich die Planungs-, Ausschreibungs- und Bauphasen hin, bis im Juli dieses Jahres das neue Fahrzeug einsatzbereit zur Verfügung stand.

Das fünf Tonnen schwere Fahrzeug wird von einem 190 PS starken Sechszylinder-Dieselmotor angetrieben. Das medizinische Equipment ermöglicht dem Arzt und seinem Team eine Behandlung wie auf einer Intensivstation. Die Gesamtkosten inklusive Medizinprodukte belaufen sich auf rund 450.000 Euro.

Die Erste Beigeordnete und Feuerwehrdezernentin Bettina Brennenstuhl übergab das Fahrzeug im kleinen Rahmen an den neuen Leiter der Lüner Feuerwehr Dr. Christian Märkert. Brennenstuhl zeigte sich vom Fahrzeug und der medizinischen Ausstattung beindruckt: „Allen, die an der Fahrzeugentwicklung mitgewirkt haben, gilt mein besonderer Dank. Vor allem Dr. Wiese vom St.-Marien-Hospital in der Funktion als Ärztlicher Leiter ITW und Tim Kewitz als zuständiger Teamleiter Rettungsdienst bei der Feuerwehr Lünen. Ich wünsche den Patientinnen und Patienten sowie der Besatzung ruhige und sichere Transporte und insbesondere unfallfreie Einsätze.“

Auch der Chefarzt der Anästhesiologie des St.-Marien-Hospitals, Prof. Dr. Wolfram Wilhelm, einer der Gründerväter des Intensivtransportwagens für Lünen, besichtigte das neue Fahrzeug und zeigte sich hoch erfreut darüber, dass die Erfolgsgeschichte „Intensivtransportwagen“ in der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Lünen und dem Lüner Krankenhaus fortgeschrieben wird. Durch das St.-Marien-Hospital wird die ärztliche Besatzung gestellt, durch die Feuerwehr Lünen das rettungsdienstliche Personal mit der Qualifikation Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter.

Das in Lünen praktizierte System ist über die Stadt- und Kreisgrenzen im Bereich der Bezirksregierung Arnsberg in dieser Art und Weise einmalig. Der Kreis Unna als zuständiger Träger des Rettungsdienstes hat den Intensivtransportwagen im Rettungsdienstplan aufgenommen und fest verankert.

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