Dienstag, Februar 27, 2024

Jens Spahn stellt sich Bürgerfragen vor Schloss Westerwinkel

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Herbern. Hohen Besuch gab es am Montagnachmittag im Innenhof von Schloss Westerwinkel in Herbern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte sich öffentlich auf Abstand und im privaten Gespräch mit Maske den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Eingeladen hatten die CDU-Gemeindeverbände Ascheberg und Nordkirchen.

CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Maximilian Sandhowe fragte Spahn zu Beginn der Veranstaltung, welche Prominenz schon mal auf Schloss Westerwinkel war? Nachdem Jens Spahn diese Frage nicht zu beantworten wusste, klärte Sandhowe auf. „Angela Merkel war 2001 hier. Was aus ihr geworden ist, wissen wir alle. Wer mal in Herbern war, aus dem wird was“, ergänzte der Gemeindeverbandvorsitzende.

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Nachdem Jens Spahn drei Fernsehinterviews vor dem Schloss Westerwinkel gegeben hatte, ging es ins Bürgergespräch. Zuvor stellte er aber noch einige Dinge in Bezug auf die Covid-19- Pandemie fest. Viele Deutsche würden sich über kostenlose Tests für Urlaubsrückkehrer aufregen. „Ohne diese würden sich die Urlauber aber gar nicht testen lassen“, so Spahn.

Der Gesundheitsminister erklärte seine aktuelle Prioritätenliste. Kitas und Schulen müssten wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Handel und Wirtschaft hätten ebenfalls Priorität. Busse und Bahnen sollten von Pendlern und Schülern genutzt werden und nicht von Fußballfans, die in die Stadien zurückkehren möchten. Familienfeiern und andere gesellige Veranstaltungen stünden dagegen im Fokus, Hotspots für die Verbreitung von Corona zu sein. „Nicht das Skifahren war Anfang des Jahres in Österreich das Problem, sondern die Party danach.“

Jens Spahn beantwortete Fragen der Interessierten zur Corona-Pandemie. Foto: Isabel Schütte
Jens Spahn beantwortete Fragen der Interessierten zur Corona-Pandemie. Foto: Isabel Schütte

Bei der Fragerunde meldete sich Allgemeinmedizinerin und Hausärztin Dr. Sabine Lohmann. Sie wollte wissen, warum die Ärzte und ihr Personal sich nicht kostenlos testen lassen können. Auch Nicole Fischer als Pflegeleitung des Maltesersitftes St. Benedikt in Herbern meldete sich zu Wort. „Wir haben uns von der Politik sehr alleine gelassen gefühlt. Der nächste Lockdown muss besser organisiert werden, sonst macht man sich zum Feind der Angehörigen.“ Auch die bezahlten Testungen bei Menschen in der Kurzzeitpflege prangerte die Pflegeleiterin an. Spahn versprach Abhilfe, wenn die Reisezeit zu Ende sei: „Dann werden wir verstärkt wieder den Blick auf das Gesundheitssystem legen.“

 

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