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Werne. „132 städtische Bäume sind weg ohne Ersatz“, monierte Adelheid Hauschopp-Franke in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz (UMK). Mit einem Antrag forderten die Sozialdemokraten deshalb planvolle Nachpflanzungen. Dazu solle ein Pflanzkonzept erstellt und dem Ausschuss künftig im Vorfeld alle Fällungen und geplanten Erstanpflanzungen angezeigt werden. Bei Fällungen, die aus Sicherheitsgründen umgehend notwendig würden, reiche eine nachträgliche Information, hieß es weiter.

Für die Begründung des Antrags musste die sachkundige Bürgerin der SPD allerdings etwas weiter ausholen. So hatte Klaus Schlüter (Bündnis 90/ Die Grünen) bereits 2014 alle gefällten städtischen Bäume in einer langen Liste akribisch erfasst und gefordert, diese zu ersetzen. Dass bis dato kaum Bäume nachgepflanzt wurden, rief die SPD auf den Plan. „In dem Pflanzkonzept soll festgelegt werden, was, wann und wo nachgepflanzt werden soll“, sagte Hauschopp-Franke.

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Adrian Kerstin, Abteilungsleiter Straßen und Verkehr, bestätigte den Bedarf. „Wir müssen nachpflanzen, durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben wir viele Bäume verloren. Man könne aber nicht jeden Baum eins zu eins ersetzen, weil sich manche Standorte als untauglich erwiesen hätten, gab er sinngemäß zu bedenken. „Über den Antrag habe ich mich gefreut“, berichtete er, dass in seiner Abteilung durchaus genau gegenteilige Forderungen einiger Bürger laut würden. So sei gerade eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Abteilung eingegangen. Ein Anlieger der Capeller Straße hatte verlangt, dass alle Platanen wegen des Herbstlaubs gefällt werden sollten. Das sind 80 Jahre alte, gesunde Bäume, hieß es. In einem anderen aktuellen Fall seien Straßenbäume einem Wohnwagen im Weg.

Adelheid Hauschopp-Franke befürchtete ferner, das künftig noch weitere Bäume nicht überleben werden. Ferdinand Schulze Froning (CDU) betonte, dass man im Stadtinnern Bäume brauche, um Hitze-Inseln zu vermeiden. Bürgermeister Lothar Christ sprach Ersatzpflanzungen in äußeren Bereichen an, wenn keinen direkte Nachpflanzungen möglich seien. „Die Themen verzahnen sich“, sagte er mit Blick auf Umwelt- und Klimaschutz und Verkehr.

Der Prüfauftrag im Sinne der SPD ging einstimmig an die Verwaltung.

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