Donnerstag, Januar 15, 2026

Gewerbegebiet Wahrbrink: CDU fordert eigene Zufahrt für Garbe

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Werne. Wehret den Anfängen: Damit es an der Straße Wahrbrink im gleichnamigen Gewerbegebiet nach der Neubesiedelung des ehemaligen Ikea-Geländes nicht wieder zu Verkehrsproblemen kommt, beantragt die CDU-Fraktion eine neue Verkehrsführung in diesem Bereich.

Das vom Immobilienunternehmen Garbe erworbene frühere Ikea-Grundstück soll eine eigene Zufahrt von der Umgehungsstraße L518 bekommen. Die Verwaltung soll darüber mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW und dem Grundstückseigentümer verhandeln.

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Wie berichtet, entsteht auf dem Gelände zunächst ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Euziel, der Bau der 59.000 Quadratmeter großen Halle hat bereits begonnen. Weitere Logistiker sollen nach den Plänen des Investors Garbe, der die Gebäude vermietet, folgen.

In Anbetracht des zu erwartenden Lkw-Verkehrs werden bei den Christdemokraten, insbesondere bei der Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses, Uta Leisentritt, Erinnerungen an frühere Zeiten wach, als Amazon in den früheren Ikea-Hallen noch sein Logistikzentrum betrieb. Damals sorgte der Schwerlastverkehr für erhebliche Beeinträchtigungen auf der Straße Wahrbrink, die durch die hohe Frequenz auch beschädigt wurde. Ansässige Firmen konnten zum Teil nicht beliefert werden, weil die Straße in Spitzenzeiten, vor allem in der Vorweihnachtszeit, blockiert war.

Erschwerend kam hinzu, dass Lkw-Fahrer den Parkstreifen als Übernachtungsmöglichkeit nutzten, weil auf dem Amazon-Gelände nicht ausreichend Parkraum zur Verfügung stand. Die Folge waren Müll und zum Teil menschliche Exkremente auf dem Grünstreifen entlang der Straße. Uta Leisentritt, als Geschäftsführerin der Firma Alf Fahrzeugbau selbst Anliegerin im Gewerbegebiet, kritisierte diese Zustände mehrfach.

Mit dem Umzug der Firma Amazon hat sich die Situation normalisiert. Die CDU fürchtet aber, dass sich dies mit dem Betriebsstart in den neuen Gebäuden schnell wieder ändern kann. „Zu der Zeit, als das Garbe-Gelände noch von der Firma Amazon genutzt wurde, hat sich deutlich gezeigt, dass die Straße Wahrbrink völlig überlastet war und in diesem Zusammenhang auch ziemlich zerstört wurde“, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Jasperneite in der Antragsbegründung. Jetzt sei zu befürchten, dass es durch die Ansiedlung neuer Logistiker erneut zu einer Überlastung der Straße und damit zu einer starken Beeinträchtigung der dort schon ansässigen Firmen kommen könnte.

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