Planer „stricken“ Konzept zur Mobilität für Werne

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Werne. Das Mobilitätskonzept für Werne ist in Arbeit. Im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz (UMK) stellte Michael Volpert vom beauftragten Planungsbüro LK Argus GmbH aus Kassel jetzt den Fahrplan vor. Innerhalb von 18 Monaten muss das Konzept stehen, das der Stadt zu einer zukunftstauglichen Infrastruktur verhelfen soll, die auch Ansprüchen des Klimaschutzes genügt.

„Das wird unsere Stadt stark verändern“, sah Bürgermeister Lothar Christ in der Sitzung des Fachausschusses (10. März) nach vorn. In dem Gemeinschaftsunternehmen arbeiten LK Argus Stadt- und Verkehrsplanung und die Lärmkontor GmbH zusammen, erläuterte Adrian Kersting, Leiter Straßen und Verkehr, für die Verwaltung. Parallel entwickelt das erfahrene Planungsbüro zurzeit Konzepte für die Städte Geseke, Höxter und Krefeld. Projekte unter anderem in Ahlen und Lippstadt wurden bereits fertiggestellt.

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Planungsexperte Michael Volpert gab einen Überblick über die Eckpfeiler, die das Konzept tragen sollen. Neben der Verkehrsplanung nannte er den Immissionsschutz, Nahmobilität, Fuß- und Radverkehr, Parkraumkonzept, Objektplanung. Zunächst werde sich das Büro der Grundlagenermittlung und Bestandsanalyse befassen, erklärte Volpert. Dann werde im Gespräch mit der Verwaltung auf der Ausgangsbasis ein Leitbild entwickelt. Bei einem Scoping-Termin Ende des Monats soll in großer Runde der Beteiligten erkundet werden, ob Interesse an Mitwirkung bestehe. Zur ersten Stufe der Konzept-Erstellung gehören neben der Medienbegleitung auch Plakate und Flugblätter zur Information der Bürger. Die Beteiligung der Bürger soll zudem online über eine Website möglich sein. Das werde bis zu den Sommerferien geschehen.

Handlungsfelder des Mobilitätskonzeptes sind der Rad-, Fuß- und Kraftfahrzeugverkehr, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Parken und Wirtschaftsverkehr. Hierzu müssen Maßnahmen und Perspektiven gefunden werden. Bei der Entwicklung des Leitbildes müsse man sich in der Stadt entscheiden, welchen Weg man einschlagen wolle, machte Volpert klar.

Christoph Schade (Bündnis ´90 / Die Grünen) nannte mit einem potenziellen zweiten Gleis Lünen – Münster, dem Europaradweg R1, der geplanten Surfworld sowie einer veränderte Schullandschaft weitere Faktoren, die die künftige Verkehrsentwicklung beeinflussen würden. Wenn beispielsweise ein neues Gewerbegebiet geplant sei, aber dann doch nicht realisiert werde, müsse man also ergebnisoffen planen, meinte er. Das sicherte Michael Volpert auch zu. Man werde sich einarbeiten und ergebnisoffen an die einzelnen Bereiche oder besondere Ereignisse (Sim-Jü) herangehen.

Bürgermeister Lothar Christ sprach die Finanzierung an. „Stadtrat und Kämmerei sind zuständig. Das kostet auch Geld“. Den Prozess werde man finanziell begleiten. Man werde dies gemeinsam im Blick behalten und einen neuen Plan für eine nachhaltige Mobilität erstellen „Das wird sehr gut gelingen“, zeigte er sich überzeugt.

Eine zusätzliche Akquise von Fördergeldern sprach Egbert Ortmann (CDU) an. Adrian Kersting antwortete, dass das Mobilitätskonzept gefördert werde. Ob außerdem einzelne Maßnahmen gefördert werden könnten, sei derzeit noch nicht bekannt. Grundsätzlich nutze man aber auch kurzfristige Fördertöpfe, informierte er.

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