Städtisches Testzentrum schließt Ende September mit einem Defizit

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Werne. Das städtische Corona-Testzentrum Am Hagen schließt zum 30. September 2021. Die Bilanz fällt positiv aus, auch wenn am Ende Kosten in Höhe von 85.000 Euro zu Buche stehen. Vier private Anlaufstellen bleiben Werne erhalten.

Am 17. März 2021 nahm das kommunale Testzentrum den Betrieb auf. Das Team führte seitdem rund 57.500 Antigen-Schnelltests durch, 53 waren davon positiv (Stand 19.09.2021). „Unsere Initiative war lohnenswert, das Testzentrum wurde gut angenommen“, berichtete Dezernent Frank Gründken im Ausschuss für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion.

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Mit der Einrichtung sollte den geplanten Zugangserleichterungen zu diversen Angeboten mit negativem Testergebnis im Rahmen der Pandemiebekämpfung Rechnung getragen werden.

Bis Ende Juni sei das städtische Zentrum nahezu kostendeckend betrieben worden, erklärte Gründken weiter. „Dann wurden die Pauschalen herabgesetzt, von 18 Euro auf rund 11,50 Euro pro Test. Das war ein Schlag ins Kontor“, betonte der Dezernent. Ein wirtschaftlicher Betrieb konnte unter diesen Bedingungen nicht mehr aufrecht gehalten werden.

Zunächst schlossen die Verantwortlichen den Drive-In-Schalter und reduzierten die Öffnungszeiten. „Die Entwicklung der Testzahlen weist seit Juli 2021 einen deutlichen Rückgang auf“, sagte Gründken. Gründe seien die fortschreitenden Impfungen sowie die abnehmende Bedeutung von Tests gewesen. Ab dem 11. Oktober seien die Tests dann auch nicht mehr kostenlos.

Kosten hätten vor allem die Anmietung der Container und der professionelle Online-Ticket-Shop verursacht. „Da können private Anbieter sicher kostendeckender arbeiten als ein kommunales Testzentrum“, meinte Frank Gründken.

„Das Defizit ist erträglich“, sagte Wilhelm Jasperneite (CDU) in der folgenden politischen Diskussion. Mehr Kommunikation in Sachen Kostentransparenz hätte sich Christian Thöne (FDP) gewünscht, resümierte aber: „Die Entscheidung für ein städtisches Testzentrum war richtig und wichtig.“

Die vier verbleibenden Testzentren sind der Palliativdienst Constanze Jakubke am Schwanenplatz, das Feel-Fit am Fürstenhof, der Dimel-Festsaal in Stockum sowie die von der Akademie für Notfallmedizin betriebene Station bei McDonalds an der Nordlippestraße. „Diese vier können nach unserem Rückzug die Bedarfe aufnehmen; ein Betreiber will seine Öffnungszeiten ab 1. Oktober ausweiten“, erläuterte Frank Gründken und dankte abschließend allen Ehrenamtlichen, die sich engagiert haben.

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