Umgestaltung Münsterstraße – Wohin mit parkenden Autos?

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Werne. Das Thema Parkplätze ploppte in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Dienstag (25. Januar 2022) erneut auf, als es unter dem Mitteilungen, Anfragen um den Sachstand zur Umgestaltung der Münsterstraße ging.

An der westlichen Seite der Münsterstraße ist bisher das Parken erlaubt. Genutzt werden die Parkplätze unter anderem von Schülern des Berufskollegs, sowie von Beschäftigten und Besuchern der Innenstadt.

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Wie berichtet, soll im Rahmen des Regionale-Projekts „Werne neu verknüpft“ die Münsterstraße zur grünen Nahmobilitätsachse umgestaltet werden. Mit entschleunigtem Autoverkehr, viel Platz für Radfahrer und Fußgänger und Aufenthaltsqualität im Hornebereich. Für parkende Autos wäre dann hier allerdings kein Raum mehr. (Die Pläne für das Gesamtkonzept inklusive der drei Kreisverkehr und dem Straßenrückbau wurden in der Sitzung des Fachausschusses im Dezember vorgestellt.)

Im Ausschuss schieden sich an der Frage, ob der Parkraum ersatzlos gestrichen oder an anderer Stelle neue Parkplätze geschaffen werden sollen, die Geister. Seitens der Verwaltung hatte man bereits eine Positionierung der Politik erwartet. „Wir brauchen ein Go“, sagte Dezernent Ralf Bülte. Auf der Grundlage des Konzepts gebe es verschiedene Meinungen: Parkplätze Ja oder Nein. Adrian Kersting, Leiter Straßen und Verkehr, betonte, die Entscheidung sei noch nicht getroffen. Vor der Ausführungsplanung für die nächsten Bausteine benötige man ein abgestimmtes Gesamtkonzept.

Wilhelm Jasperneite, CDU-Fraktionsvorsitzender, kritisierte: „Das hätte ein Tagesordnungspunkt mit einer Vorlage sein müssen.“ Für das Weiterplanen wünschte er sich mehrere Alternativen für Parkplätze. „Eine künstliche Verknappung machen wir nicht mit“, hieß es.

Anders die Grünen, die sich für das Streichen der Parkplätze ohne Ersatz aussprachen. Die Nutzung von Parkflächen, die einige hundert Meter entfernt seien, sei beispielsweise für die Berufsschüler zumutbar. Es gebe schließlich auch Busbahnhof und Bahnhof, warf Christoph Schade zum Thema ÖPNV-Nutzung ein.

Adelheid Hauschopp-Francke hielt eine Streichung ohne Ersatzparkflächen für realtitätsfern. Für die FDP äußerte Artur Reichert ebenfalls Skepsis. Das führe zu Parksuchverkehr in den umliegenden Straßen, argumentierte er und ergänzte „Der ÖPNV ist so was von schlecht.“ Die Berufsschüler aus dem Kreisgebiet würden mit dem Auto kommen.

„Die große Mehrheit ist gegen Parkplätze an der Münsterstraße,“ fasste der stellvertretende Ausschussvorsitzende Ulrich Höltmann (SPD) schließlich zusammen. Deshalb sind Ersatzflächen gefragt. Für das Weiterplanen sollten in der nächsten Sitzung mehrere Alternativen für Ersatzflächen vorgestellt werden, lautete die Botschaft.

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