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Werne. Ein Stimmungsbild zu viel diskutierten lokalen Themen hat die Unabhängige Wählergemeinschaft e.V. (UWW) beim Martinsmarkt am vergangenen Sonntag (13. November 2022) an ihrem Infostand eingefangen.

In einer simplen Ja/Nein-Befragung drückten Interessierte so zu „Photovoltaik auf der Wiese“, „Fahrräder vor Autos“, SURFWRLD/SCNCWAVE“, „Tempo 30 Innenstadt“, „Kennen Sie SoLaWi?“ oder „Wasserkraftwerk Gersteinwerk-Wehr“ ihre Zustimmung oder Ablehnung aus.

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Mit ihrer Bitte um Abstimmung, beziehungsweise mit der Frage nach der Kenntnis der Themen wandten sich die UWW-Mitglieder um den Vorsitzenden Christian Weinreich und Fraktionsvorsitzenden Dr. Thomas Gremme ausschließlich an Werner Bürger/innen.

Viele lokalpolitisch interessierte Besucher/innen des Marktinsmarktes ließen sich nicht lange bitten und markierten ihre jeweilige Meinungen auf den Plakaten der UWW, freute sich Dr. Thomas Gremme gegenüber WERNEplus im Nachgang über den Erfolg der Idee. „Diese Befragung hat sicherlich keinen repräsentativen Charakter, zeigt allerdings dennoch eine Tendenz“, sagte er zu der erstmals durchgeführten UWW-Aktion.

„Hintergrund war es, mit den Bürger/innen ins Gespräch zu kommen und das ist sehr gut gelungen“, fasste er die Resonanz auf die bewusst bürgernah ausgerichtete Aktion zusammen. „Die Leute sollen etwas zu den Themen sagen können“, umriss er die Zielrichtung der UWW, die damit durchaus auch Eigenwerbung betreiben und möglichst neue Mitglieder gewinnen möchte, so der UWW-Fraktionschef. Deshalb will man in Kürze die Aktion auf der Homepage weiterführen und weiterhin der Stimmungslage der Werner Bevölkerung auf der Spur bleiben.

Wasserkraft, Agri-Photovoltaik und SURFWRLD punkten

In dem Meinungsbild vom Martinsmarkt-Sonntag schnitt das Thema „Photovoltaik auf der Wiese“ mit einem klar positiven Ergebnis ab. Die Ja-Stimmen hätten sich aber auf die Zustimmung zu Agri-PV-Anlagen bezogen, die eine Kombination von Sonnenenergie-Nutzung und Landwirtschaft bilden.

Ob Fahrräder in der Stadt Werne künftig Vorrang vor Autos haben sollen, wurde eher ablehnend betrachtet, ähnlich auch die Frage nach Tempo 30 in der Innenstadt.

Punkten konnte hingegen das Großprojekt SURFWRLD/SCNCWAVE, das zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinte. Das noch neue lokale Thema der Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft hat immerhin schon einen ordentlichen Bekanntheitsgrad erreicht, ließ sich aus der Abfrage UWW tendenziell ablesen.

Die Überraschung im Stimmungsbild der UWW-Aktion lieferte die Frage nach dem Bau eines Wasserkraftwerks am Lippe-Wehr in Stockum, berichtete Dr. Thomas Gremme. Für die Möglichkeit mit der Wasserkraft der Lippe regenerative Energie zu gewinnen, sprachen sich 114 Teilnehmende aus, nur fünf lehnten dies ab.

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