Serie „Sicher Rad fahren“ – Teil 1: Vorsicht im Kreisverkehr

Anzeige

Kreis Unna. Radfahren ist gesund, Radfahren liegt im Trend – und Radfahren ist umweltfreundlich. Auf zwei Rädern kommt man gut voran im fahrradfreundlichen Kreis Unna – und die Zahl derer, die für ihre Wege das Velo nutzen, steigt stetig an. Das hält fit und ist gut für die Verkehrswende.

Doch wo sich Wege kreuzen, gibt es auch Risiken: Im vergangenen Jahr registrierte die Kreispolizeibehörde knapp 405 Unfälle mit Radfahrern und Radfahrerinnen oder Menschen, die auf einem E-Bike unterwegs waren. Von den 405 erfassten Unfällen entfallen 260 auf Rad- und 145 auf Pedelecfahrende. Bei den Unfällen wurden insgesamt 351 Personen verletzt, 221 Rad- und 130 Pedelecfahrende.

- Advertisement -

Häufig verursachen sie die Unfälle selbst oder haben eine Mitschuld.

Deshalb frischen die Straßenverkehrsbehörden und die Unfallkommission im Kreis zusammen mit der Kreispolizeibehörde Unna in der Serie „Sicher Rad fahren!“ das Wissen rund um wichtige Verkehrsregeln auf.

Vorsicht im Kreisverkehr – Foto Birgit Kalle – Kreis Unna

Serie „Sicher Rad fahren“ – Teil 1: Vorsicht im Kreisverkehr

Für Autos läuft’s im Kreisverkehr meistens rund: Kreisverkehre haben, und da sind sich alle einig, einen hohen Sicherheitswert für Kraftfahrzeuge, sorgen für flüssige Fahrt und reduzieren Unfallzahlen. Aber gilt dies auch für Radfahrer?

„Studien belegen, dass Radfahrer im Kreisverkehr trotz des geringen Tempos aller Verkehrsteilnehmer nicht zwangsläufig sicher unterwegs sind“, sagt Michael Arnold aus der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Unna und verweist auf entsprechende Ergebnisse der Unfallforschung der Versicherer (udv). Deshalb appelliert er: „Mit dem Rad sollte man im Kreisel besonders vorsichtig fahren.“

Eindeutig und berechenbar fahren

Wenn Radfahrer im Kreisverkehr unterwegs sind, dann sind sie es entweder zusammen mit Autos & Co. direkt auf der Kreisfahrbahn, oder aber sie werden über einen umlaufenden Radweg geführt. „Für beide Alternativen gilt: Fahren Sie eindeutig und berechenbar. Für die anderen Verkehrsteilnehmer muss klar sein, was Sie vorhaben“, gibt Michael Arnold Radfahrern Tipps.

Müssen sich Radfahrer in den übrigen Verkehr einreihen, sollten sie selbstbewusst mittig auf der Kreisfahrbahn fahren. Dieses Verhalten ist für den Autofahrer klar erkennbar. Das Überholen des Radfahrers im Kreisverkehr ist nicht möglich. Wenn der Radfahrer bescheiden weit rechts fährt, dann ist die Gefahr groß, dass er von motorisierten Verkehrsteilnehmern übersehen oder geschnitten wird.

„Auf umlaufenden Radwegen haben Radfahrer entweder Vorfahrt, oder sie müssen abgesetzte Querungshilfen nutzen“, erklärt Michael Arnold die andere Möglichkeit. Wenn Radfahrer Vorfahrt haben, kann diese tückisch sein: „Im Zweifel ist das Auto stärker“, warnt Arnold und rät: „Suchen Sie als Radfahrer stets den Blickkontakt und queren Sie erst, wenn Sie sicher sind, dass das nahende Fahrzeug hält und der Fahrer Sie erkannt hat und Ihnen tatsächlich Vorfahrt gibt.“ PK | PKU

Weitere Artikel von Werne Plus

Lars Hübchen: „Sim-Jü ist ein Lebensgefühl“ – Herbstkirmes naht

Werne. Der Countdown ist scharf gestellt, noch 30 Tage, dann beginnt in Werne mit dem Simon-Juda-Markt der älteste Freimarkt an der Lippe. Von Samstag,...

Gemeinsam für den guten Zweck – Leo Club mit „Ein Teil Mehr“-Aktion

Werne. Der Leo Club Werne veranstaltet erneut eine "Ein Teil Mehr“ Aktion zugunsten der Werner Tafel. Am Samstag, 26. September, zwischen 9 und 12...

TV-Hockey: U16-Jungen sind Westfalenmeister – WU14 Dritte

Werne. Die männliche U16 des TV Werne hat ihre starke Feldsaison mit dem Westfalen-Titel gekrönt. Beim Endrundenturnier in Werne setzte sich der TV...

Nachholtermin zum „Singen in Gemeinschaft“ in Maria Frieden steht fest

Werne. Die Kirchengemeinde St. Christophorus lädt am Freitag, 9. Oktober, ab 18 Uhr in der Kirche Maria Frieden zur vierten Auflage „Singen in Gemeinschaft“...