„Grünes Licht“ für die Stadtfinanzen: Haushalt 2026 offiziell genehmigt

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Werne. Bürgermeister Lars Hübchen, Stadtkämmerer Marco Schulze-Beckinghausen und Stephan Elsner als Leiter der Kämmerei haben vom Kreis Unna „grünes Licht“ für den Haushalt 2026 erhalten.

Wie jetzt die Verwaltung in einer Pressemitteilung informierte, überreichten bereits Ende April
Kreisdirektor und Kreiskämmerer Philipp Reckermann sowie Olaf Steuber, Sachgebietsleiter Finanzwirtschaft und Kommunalaufsicht des Kreises Unna, offiziell das Genehmigungsschreiben.

Mit der Genehmigung endet für die Stadt Werne die vorläufige Haushaltsführung. Damit erlangt die Stadt ihre volle finanzielle Handlungsfähigkeit zurück. Dies gibt sowohl dem Kernhaushalt der Stadt als auch dem Kommunalbetrieb Werne (KBW) wieder den vollen Spielraum für geplante Investitionen und Ausgaben, die über die gesetzlichen Pflichtaufgaben hinausgehen.

„Wir freuen uns, dass wir die Haushaltsplanung nun erfolgreich abschließen konnten und ab Mai mit voller Kraft an der Umsetzung unserer Ziele für Werne arbeiten können“, so Bürgermeister Lars Hübchen.

Besonders positiv bewertet Hübchen den schnellen Abschluss des Genehmigungsverfahrens: „Dass wir bereits so kurz nach dem Ratsbeschluss am 18. März die Genehmigung erhalten haben, ist auch ein Zeichen für die sehr gute Arbeit unserer Kämmerei und für die konstruktive und vertrauensvolle Abstimmung mit dem Kreis Unna als Kommunalaufsicht.“

Trotz der nun vorliegenden Haushaltsgenehmigung bleibe die finanzielle Lage der Stadt Werne – wie bei vielen Kommunen – dramatisch angespannt. Die Stadt Werne gehört dem Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ an. Gemeinsam mit mehr als 50 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Landräten sowie Kämmerinnen und Kämmerern hat sich Bürgermeister Lars Hübchen zuletzt einem Hilferuf des Bündnisses an Bundeskanzler Friedrich Merz angeschlossen.

Hintergrund ist die bundesweit dramatische Entwicklung der Kommunalfinanzen: Das Defizit der Städte, Gemeinden und Kreise summierte sich im Jahr 2025 auf 31,9 Milliarden Euro – ein Rekordwert in der Nachkriegsgeschichte. Die Unterzeichner des Schreibens warnen davor, dass viele Kommunen zunehmend ihre Handlungsfähigkeit verlieren und notwendige Investitionen in Schulen, Straßen oder öffentliche Infrastruktur immer schwieriger werden.

„Wir strengen uns vor Ort mit großer Konsequenz an, unsere Ausgaben zu begrenzen und den Haushalt zu konsolidieren. Gleichzeitig sehen wir aber, dass viele strukturelle Probleme der Kommunalfinanzen vor Ort nicht allein lösbar sind. Städte und Gemeinden brauchen dauerhaft eine verlässliche finanzielle Ausstattung, um ihre Aufgaben erfüllen zu können“, wird Bürgermeister Hübchen in der Pressemitteilung abschließend zitiert.

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