Steuererhöhungen: Neue Bescheide sind auf dem Weg

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Werne. In den kommenden Tagen erhalten viele Werner Haushalte und Betriebe Post aus dem Stadthaus: Die Stadt Werne versendet die korrigierten Grund- und Gewerbesteuerbescheide für das Jahr 2026. Darauf weist Stephan Elsner, Leiter der Kämmerei, in einer Pressemitteilung hin.

Der Rat der Stadt Werne hat bekanntlich am 18. März entschieden, die Hebesätze zu erhöhen. Da diese Änderung rückwirkend zum 1. Januar 2026 gilt, müssen die bereits Anfang des Jahres verschickten Bescheide nun angepasst werden.

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Die Änderungen im Überblick:

  • Grundsteuer B: Erhöhung von 884 Prozent auf 1.025 Prozent
  • Gewerbesteuer: Erhöhung von 445 Prozent auf 480 Prozent

Alle weiteren Abgaben (z.B. für die Müllabfuhr oder Abwasser) bleiben von dieser Anpassung unberührt.

Was bedeutet das für die Zahlung?

Die Bescheide berücksichtigen bereits geleistete Zahlungen. Entstehende Nachforderungen werden automatisch auf die verbleibenden Zahlungstermine verteilt.

Warum ist dieser Schritt notwendig?

Mit der Anpassung reagiert die Stadt auf eine extrem angespannte Haushaltslage. Die Stadt Werne steht – wie viele Kommunen – vor massiv steigenden Kosten, z. B. für Kita und Jugendhilfe, Kreisumlage sowie Aufwendungen im Sozialbereich. Auch die Inflation und höhere Tarifabschlüsse belasten die Stadtkasse zunehmend. Gleichzeitig reichen die Einnahmen bei Weitem nicht aus, um diese Ausgaben zu decken, heißt es in der Presseinformation.

„Wir wissen, dass diese Mehrbelastung für die Menschen und Betriebe in Werne in einer ohnehin schwierigen Zeit kommt“, erklärt Bürgermeister Lars Hübchen. „Die Entscheidung ist uns im Rat nicht leichtgefallen. Doch um die Zügel selbst in der Hand zu behalten und wichtige Investitionen in unsere Stadt – etwa in Schulen und Kitas – weiterhin selbst gestalten zu können, war dieser Schritt zur Sicherung unserer finanziellen Unabhängigkeit unumgänglich.“

Denn ohne diese Anpassung würde die Stadt in die sogenannte Haushaltssicherung rutschen – mit deutlich strengeren Vorgaben, weniger Gestaltungsspielraum und spürbaren Einschnitten für die Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt verlasse sich jedoch nicht allein auf Steuererhöhungen, sondern arbeite parallel an einem umfassenden Sparprogramm, um Ausgaben zu senken und Strukturen zu verbessern. Da das Defizit bei rund 12,7 Millionen Euro liegt, hätten sich diese Lücken durch organisatorische Änderungen allein nicht schließen lassen.

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