Freitag, Januar 30, 2026

23 Klimaschutz-Projekte in Werne oben auf der To-do-Liste

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Werne. Mit dem Ende 2021 beschlossenen Klimaschutzkonzept hat sich der Werner Stadtrat einem wirksamen lokalen Klimaschutz verpflichtet. 53 Maßnahmen sind in dem Konzept gelistet. Das rief von Anfang an zwangsläufig nach einer Priorisierung der Einzelprojekte.

Im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz (UMK) berichtete Klimaschutzmanager Dr. Tobias Gehrke in der Vorwoche über den Stand der Dinge. Von 23 Maßnahmen auf der von ihm aktualisierten Liste sind zwölf bereits in Bearbeitung, darunter der Ausbau der Wasserkraftnutzung, die Solargründach-Strategie städtischer Gebäude oder der klimataugliche Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Stockum.

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Weitere fünf Projekte seien in Planung, sechs noch offen und wiederum andere bereits fertig, so Gehrke. Abgearbeitet werden die Maßnahmen nach ihrer Priorisierung und danach, was Budget und personelle Ressourcen hergeben. Klimaschutzmaßnahmen in den Gewerbegebieten seien auf der Liste nach oben gerutscht, schilderte er zu der teils neuen Gewichtung. Auch Maßnahmen, die etwa bei Starkregen-Ereignissen greifen, seien nach oben gerückt. Gleiches gelte für das Energiemanagement sowie die Förderung von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik, lautete die Expertise des Klimaschutzmanagers.

Interfraktionelle Mitarbeit in kleiner Runde

Dem Liberalen Christoph Dammermann fehlten in der Präsentation Informationen darüber, wie priorisiert wurde. Auf welche Maßnahmen habe die Stadt ihren kommunalen Zugriff, fragte er nach. In Werne seien etwa Ladesäulen für Elektrofahrzeuge Mangelware, hieß es sinngemäß. „Das ist ein kommunales Thema, das fehlt mir“, sagte er und vermutete, dass die übrigen 30 der 53 Maßnahmen herunter gefallen seien. „Die sind nicht herunter gefallen, sondern weiter nach hinten gerückt“, entgegnete Dr. Gehrke. Den Vorschlag Dammermanns, sich mit ihm und einem Mitglied aus jeder Fraktion in kleiner Runde zusammenzusetzen, nahm der Klimaschutzmanager gerne auf: „Da bin ich sofort dabei.“

Wie es zu den Veränderungen in der Gewichtung der Maßnahmen komme, erläuterte Dezernent Ralf Bülte. Die Prioritätenliste sei mit dem Klimaschutzkonzept beschlossen worden. Der neue Klimaschutzmanager habe da inzwischen etwas verändert. Außerdem müsse man mit den vorhandenen Ressourcen haushalten und auf viele neue Gesetzesänderungen reagieren. Mehr als 20 Projekte könne man sich nicht vornehmen, stellte er klar.

Ulrich Höltmann (SPD) zeigte sich froh über die Priorisierung. Es gebe ja auch eine Absprache unter den Dezernaten, die wolle man nicht zerreden, meinte er. „Wir sehen es ähnlich, da ist vieles im Fluss“, stimmte Rolf Weißner für die CDU-Fraktion zu. „Über Details kann man reden“, schloss sich Andreas Schütte (Linksfraktion) eben so an wie Grünen-Mitglied Dr. Eberhard Stroben: „Lasst uns die Liste nehmen.“ Nachdem Vorsitzender Maximilian Falkenberg für das Protokoll vermerkt hatte, dass man 2024 die Beratung im kleinen, interfraktionellen Kreis aufnehmen wolle, wurde die Liste einstimmig beschlossen.

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