Mittwoch, April 24, 2024

Förderkonzept für PV-Anlagen im Ausschuss knapp erfolgreich

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Werne. Die Ausbau-Potenziale für Photovoltaik auf Werner Dächern oder für Steckersolaranlagen an Balkonen sind noch längst nicht ausgeschöpft.

Klimaschutzmanager Dr. Tobias Gehrke hatte für den Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz (30. August 2023) eine neue Förderstrategie erarbeitet, die Bürger/innen gezielt per Anschreiben über die Ausbau-Möglichkeiten von PV-Anlagen und Preisvorstellungen informiert.

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Gefördert sollen auch Angebote zu einer ganzheitlichen energetischen Beratung. Der Einsatz von Stecker- bzw. Balkonanlagen sollen mit 100 Euro pro Anlage unterstützt werden. Insgesamt 50.000 Euro kommen so für die verschiedenen Maßnahmen zusammen.

Skepsis in der Sache äußerte Christoph Dammermann (FDP). „Wir wollen solche Förderungen nicht, das ist keine kommunale Aufgabe“, sagte er und riet auch mit Blick auf die Kosten ab. Das sei „nice to have“, meinte er, wollte stattdessen aber die oberste Priorität bei der kommunalen Wärmeplanung gesetzt wissen.

Christdemokrat Jürgen Regener sah es ähnlich. „Wir können das Geld nur einmal ausgeben“, fand er, und gab außerdem zu bedenken, dass der Markt für die Installation der Anlagen völlig kaputt und die betreffenden Firmen ausgelastet seien.

Christoph Schade (Bündnis 90/ Die Grünen) wollte die Förderung zugunsten des Photovoltaik-Ausbaus nicht aus der Wärmeplanung herausrechnen. Das Bewusstsein für Dachflächennutzung sei in diesem Sinne wichtig. Bei relativ geringen Kosten sei der Informationsgewinn nicht zu unterschätzen, meinte er sinngemäß.

Für die Linksfraktion mahnte Andreas Schütte die Bedeutung der Beratung an und sagte „Wir wollen die Bürger direkt erreichen, auch jene, die kein eigenes Dach haben.“ In der Abstimmung behielten die Befürworter mit 7 Ja- und 6 Nein-Stimmen knapp die Oberhand.

Neue Bäume für den Innenstadtbereich

Im gerade beginnenden Herbst werden im Werner Innenstadtbereich weitere Bäume gesetzt. Laut Baumpflanzkonzept werden 62 Exemplare gepflanzt, für die kostenintensive und aufwändige Standortverbesserungen angelegt werden, erläuterte Christian Neugebauer, zuständig für Grünflächen im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz.

Weitere 21 Bäume werden an alten Standorten an der Horneburg bis zur Lünener Straße, in der Kleinen Burgstraße und an der Münsterstraße in die Erde gesetzt. Pro Pflanzung mit Standortverbesserung werden 4.100 Euro fällig, für einfache Nachpflanzungen 900 Euro. Dafür stehen 90.000 Euro inklusive eines kleinen Puffers zur Verfügung, so Neugebauer. Auch für 2024 sollen zugunsten des Stadtklimas wieder rund 100.000 Euro im Haushalt für die wichtigen Schattenspender und Sauerstoff-Lieferanten bereitgestellt werden.

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