Sonntag, Januar 11, 2026

Klostervorplatz in Werne: Planungen in der Endphase

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Werne. Die Entwurfsplanung für die Neugestaltung des Platzes vor dem Kapuzinerkloster samt Lückenschluss zur Fußgängerzone und Erneuerung der Südmauer (ab Kloster bis Neutor) befindet sich in der Endphase.

Planer Christian Most vom Büro DW Ingenieure aus Kamen brachte die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Donnerstag, 8. Januar 2026, auf den neuesten Stand.

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Anfang Februar sollen die Aufträge für die Sanierung der Hauskanalanschlüsse herausgehen, die in geschlossener Bauweise durchgeführt werden können. In anderen Fällen seien einige Hausanschlüsse allerdings in sehr schlechtem Zustand, sodass hier offene Bauarbeiten notwendig werden. Im Juni/Juli, so Most weiter, werde es dann mit den Maßnahmen an den Oberflächen losgehen. Insgesamt werden sich die Arbeiten bis ins Jahr 2027 ziehen, schätzte er zum Zeitrahmen ein.

Baubüro als Anlaufstelle öffnet 14-tägig

Während der Bauzeit müsse man immer auch darauf achten, dass Feuerwehr, Polizei, Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr durchfahren können und die Einfahrten der Anlieger erreichbar seien. Als Anlaufstelle für die Bürger/innen werde ein Baubüro eingerichtet, kündigte der Planer an. Alle 14 Tage werden hier Dirk Thal (Leitung Straßen, Verkehr, Stadtgrün) und Thomas Wenzel (Stadtentwässerung) sowie Most als Ansprechpartner für Fragen, Hinweise oder Kritik zur Verfügung stehen.

Ein stark beschädigtes Fahrbahnpflaster auf der Südmauer mit tiefen Fahrrinnen und Verwerfungen, der noch fehlende Anschluss der Fußgängerzone ab Haupteingang Sparkasse bis zum Kloster, dessen Vorplatz jegliche Aufenthaltsqualität vermissen lässt, soll bald der Vergangenheit angehören.

Ein wichtiger Teil der Neugestaltung ist ein barrierefreier Eingang zum Kloster. Um die vorhandene Stufe zum Eingang des über 650 Jahre alten Denkmals zu gewährleisten, solle der Vorplatz leicht angehoben und so ein behindertengerechter Zugang möglich werden, erläuterte Christian Most. Außerdem sollen Sitzgelegenheiten zum Aufenthalt einladen. Verzichtet werden soll indes auf einen Trinkwasserspender. Das bringe hohe Folgekosten und sei hier nicht notwendig, argumentierte Ferdinand Schulze Froning (CDU) mit Blick auf die klamme Stadtkasse und traf den Tenor der Runde und bei den Planern.

Die Planungen für den Klostervorplatz sind weit fortgeschritten. (c) Stadt Werne

Lob für Wiederverwertung von Material

In die Entwurfsplanung wurden zudem Anregungen von Anliegern aufgenommen und der Beschluss der Politik umgesetzt, anders als zunächst geplant, eine Durchfahrt auf der Südmauer zum Neutor für den Verkehr offenzuhalten. Anstelle des Fahrbahnpflasters soll künftig eine Asphaltdecke aufgebracht werden.

Anders geht man bei den Nebenanlagen auf Seiten der Sparkasse und an der Klostermauer vor. Die hier verarbeiteten Klinkersteine werden aufgenommen, gereinigt und neu verlegt, erläuterte Most den Ressourcen schonenden Umgang mit dem vorhandenen Material vor. „Respekt für die Wiederverwertung“, lobte Adelheid Hauschopp-Francke, sachkundige Bürgerin der SPD. Die alten Bäume entlang der Klostermauer erhalten deutlich vergrößerte Baumscheiben und ein unterirdisches Wasserreservoir.

Die Parkplätze bleiben erhalten, ein zusätzlicher wird ergänzt. Der Behindertenparkplatz wird leicht anzufahren sein, versicherte der Planer auf Nachfrage aus dem Ausschuss. „Alle Poller verschwinden“, hieß es außerdem. Ob eine E-Bike-Ladestation eingerichtet wird, ist noch nicht endgültig entschieden.

„Mit dem direkten Anschluss an den Marktplatz über die Klosterstraße soll der Lückenschluss zwischen sanierter Fußgängerzone und Klostervorplatz geschaffen werden“, lautete die weitere Zielsetzung der Neugestaltung. Insbesondere die bessere Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität vor dem Kloster und in den angrenzenden Straßen wurden dafür ins Auge gefasst.

Die Sparkasse an der Lippe wird im Zuge der Maßnahmen auch den Bereich an ihrem Seiteneingang neu gestalten und für einen barrierefreien Zugang sorgen.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen nach dem Entwicklungskonzept „erweiterte Innenstadt“, werden mit 1,2 Millionen Euro beziffert. Bereits im September ist der Förderbescheid über 950.000 Euro eingegangen.

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