Raus aus dem Sessel und (wieder) rein in den Sportverein

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Werne. Die Pandemie macht seit 15 Monaten dem heimischen Sport zu schaffen. Rund 400 Mitglieder haben die dem Stadtsportverband Werne (SSV) angehörigen 26 Vereine in diesem Zeitraum verloren. Mit „Zurück in die Vereine“ wollen Verwaltung und SSV eine Rückholaktion starten – und setzen dabei auf die funktionierenden Netzwerke.

Es soll wieder zurück auf den Platz, in die Halle bzw. ins Becken gehen und damit dem Mitgliederschwund entgegen gewirkt werden. Nachdem nun viele Menschen geimpft sind und die Inzidenzwerte sinken, ist die Rückkehr in den Sport das große Ziel der Kampagne, die Bürgermeister Lothar Christ, Alexander Ruhe und Kathrin Kötter aus dem Sportdezernat sowie SSV-Chef Jürgen Zielonka gemeinsam am Dienstag (1. Juni) vorstellten. Vereine sind ebenso aufgefordert, Ideen einzubringen.

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Der SSV will möglichst schnell seine Sportabzeichenprüfer in die Kitas schicken, damit die Kleinsten coronakonform in Kleinstgruppen ihr Mini-Sportabzeichen ablegen können. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung startet nach den Sommerferien das Projekt MoKo-Kids-Fit in der Grundschule für das Schuljahr 2021/2022, das mit rund 14.000 Euro gefördert wird und für eine nachhaltige Stärkung der Kooperation von Schulen und Vereinen sorgen soll. Bereitschaft zeigt das Sportamt, wie schon 2020, wieder einige Sporthallen in den Sommerferien geöffnet zu lassen. Dezernent Alexander Ruhe wies noch auf die Möglichkeit hin, Vereinsbeiträge teilweise über das Bildungs- und Teilhabepaket erstattet zu bekommen. Und schließlich plane der SSV für Juni/Juli 2022 erneut eine Sportmeile, in der sich bekanntlich alle Klubs in der Innenstadt präsentieren können.

„Es herrscht in allen Altersstufen Bewegungsmangel und die sozialen Kontakte fehlen. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam aktiv werden“, forderte Lothar Christ. Und Jürgen Zielonka betonte: „Wir haben in Werne ein attraktives Sportangebot, das wir wieder bewerben müssen. Von A wie Aerobic bis Z wie Zumba sind rund 100 Sportarten vertreten. Jetzt müssen wir Jung und Alt raus aus dem Sessel und rein in den Vereine holen.“

Die Kampagne „Zurück in die Vereine“ komme mit einem Finanzvolumen von knapp 10.000 Euro aus und könne aus dem laufenden Haushaltsbudget gestemmt werden, sagte Lothar Christ abschließend.

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