Das „Gesicht“ des TV Werne geht 2024 von Bord – und das nicht alleine

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Werne. Der Großverein TV Werne 03 wird sich in zwei Jahren erneuern müssen. Denn zwei Vorstandsmitglieder rücken dann in die zweite Reihe. Das wurde auf der Delegiertenversammlung am gestrigen Donnerstag (9. Juni) im „Hotel am Kloster“ bekannt.

Vorsitzender Mathias Reimann und Geschäftsführerin Sonja Blaha wurden für zwei weitere Jahre in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Danach sei aber Schluss, verkündeten beide. So sagte TV-Chef Reimann, der zuvor für zehn Jahre Tätigkeit als Vorsitzender geehrt wurde: „Ich bin nach Ablauf der nächsten Periode 65 Jahre alt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es dem Verein gut tut, sich regelmäßig zu erneuern.“ Als Beisitzer will er dem TVW aber anschließend mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Ebenfalls seit einem Jahrzehnt in Vorstandsverantwortung – genau wie Finanzwartin Katja Mertens – ist Sonja Blaha. Die Geschäftsführerin wird 2024 nicht mehr kandidieren. Hubert Bußkamp, der als Sportwart wiedergewählt wurde, verkündete indes keine Rückzugsgedanken. Der zweite Vorsitzende, Markus Steinhoff, stand gestern nicht zur Wahl. Als neue Beisitzerin begrüßten die Delegierten Nina Skerbs, zwei weitere Jahre hängt Uli Wiechert (Beisitzer Archiv) dran.

Sichtlich überrascht war Mathias Reimann zuvor von seiner Ehrung. Er wurde von Dieter Saremba als Rolf Strohmengers Nachfolger vorgeschlagen und schließlich von Katja Mertens und Sonja Blaha überzeugt, vor zehn Jahren den Posten zu übernehmen. „Ich bin nur das Gesicht des Vereins. Ihr seid Motor und Herz. Der TV funktioniert nur als Team“, sagte Mathias Reimann.

In seinem Vorstandsbericht blickte der Vereinschef auf bewegte Corona-Jahre zurück, in denen der TV Werne bei den Einzelmitgliedschaften unter die 2.000er-Marke gerutscht ist. Mit den Doppelmitgliedschaften liege man noch bei 2.029, hieß es. „Wir sind aber wieder auf dem aufsteigenden Ast“, gab sich Reimann hoffnungsvoll. Vor allem die Rhythmische Sportgymnastik und die Boxer hätten während der Pandemie Mitglieder verloren.

Unzufrieden zeigte sich der TVW weiter mit der Hallensituation in Werne, auch wenn ein Gespräch mit dem Bürgermeister positiv verlaufen sei. „Wir haben das Gefühl, dass der Fürstenhof-Turm inzwischen eine Dauerlösung ist. Das darf nicht sein“, so Reimann, der auch versprach, während der Renovierung der Halle an der Horsterstraße (ehemals Wiehagenhalle) für Ersatz zu suchen. Für den Bau einer neuen Halle wolle man sich zudem einsetzen.

Geschäftsführerin Sonja Blaha kündigte an, dass die neue TV-Homepage im Herbst 2022 online gehen werde. Die Administration habe man nun in professionelle Hände gelegt, um vor allem Sicherheitsbedürfnissen gerecht zu werden.

Sorgen bereitet dem Vorstand, dass die Vereine zukünftig bei ihren Einnahmen – Ausnahme sind die Mitgliedsbeiträge – umsatzsteuerpflichtig werden könnten. „Das betrifft zum Beispiel Kursgebühren oder Startgelder. Aber auch da bleiben wir für euch am Ball“, versicherte Mathias Reimann.

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