Leonie Gripshöver sichert sich Rang zwei bei Premiere der S-Dressur

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Werne. Das M-Springen am Ostersonntag und die S-Dressur am zweiten Osterfeiertag waren die ersten sportlichen Highlights bei den Reitertagen von Lenklar. Unter den 68 Teilnehmern des Parcoursumlaufs zeigten die Reiter aus Werne, dass mit ihnen gerechnet werden muss.

Die hohe Zahl der Teilnehmer bedingte eine Teilung der Prüfung. Das erste M-Springen entschied in der ersten Abteilung der Werner Markus Wallner auf dem Hengst Blackberry für sich. Ihm folgte auf Platz vier Ulrike Limberg auf der Oldenburger-Stute Chinasa. In der zweiten Abteilung ging Platz sieben an die St.-Georgs-Amazone Lisa Sophie Stolpmann.

Beim zweiten M-Springen erritt sich Silvia Gripshöver auf Quidam knapp hinter ihrem Vereinskameraden Philipp Winkelhaus, der den Westfalen-Wallach Commano unter dem Sattel hatte, den zweiten Platz. Mit Kathrin Wacker auf Catberry ging auch der vierte Platz an eine Wernerin. Den dritten Wertungsplatz konnte Klaus Otte-Wiese (RV Hellefeld) für sich verbuchen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Werner Reitturniere wurde am Ostersonntag eine S-Dressur ausgerichtet. „S“ steht in diesem Fall für „schwer“ und ist selbst im Amateurbereich der Reiterelite vorbehalten. Das unterstrich Turnierrichter Michael Settertobulte im Gespräch mit WERNEplus: „Es gibt in ganz Nordrhein-Westfalen nur rund 100 Reiter, die regelmäßig an diesen Prüfungen teilnehmen.“

Die besondere Aufmerksamkeit der Dressurfreunde aus der Lippestadt galt dem Abschneiden von Leonie Gripshöver. Die Reiterin startet in diesem Jahr mit ihrer 12 Jahre alten Westfalen-Stute Batida in ihre zweite S-Saison. Der zweite Platz in der zweiten Wertungsabteilung in der heimischen Reithalle wird von Insidern dennoch als Erfolg für die Reiterin und als guter Saisonstart gewertet.

Reitsport für die ganz Kleinen und für die regionale und nationale Elite. Das zählt zum erklärten Charme der Lenklarer Reitertage. Schon mit fünf oder sechs Jahren ist die Turnierteilnahme beim Führzügelwettbewerb möglich. Für den Nachwuchs auf den kleineren Pferden (nur wer als Pferd ein Stockmaß von weniger 147 Zentimetern aufweist, gilt als Pony) war am Sonntag das M-Springen mit Stechen. Das Alter der Reiter war auf maximal 16 Jahre beschränkt.

Die Ponys sind zwar kleiner als „normale“ Pferde, können aber einen umso größeren Dickschädel haben, wie diese Aufnahme aus dem A-Pony-Springen mit der St-Georgsreiterin Maria Deipenbrock und dem Wallach Sir Eric, einem Deutschen Reitpony, zeigt. Foto: Steinmüller

Die Siegerliste der 13 Teilnehmer in diesem Wettbewerb war eine reine Mädchensache. Es gewann Emma Herz-Eichenrode (RV Meitze) auf Bente, gefolgt vom Finja Mayleen Neubauer (RV Helleforth) auf Sucato. Platz drei erritt sich Mia Meinert (RFV Bismarck Exter) auf Miraculie. Platz vier und fünf holten sich Laura Herz-Eichenrode vom RV Meitze und Julia Dahlkamp vom ZRFV Lützov Selm-Bork-Olfen.

Ebenso gab es an den ersten Turniertagen Wettbewerbe für den vierbeinigen Nachwuchs, der sich zunächst an den Turnierbetrieb überhaupt gewöhnen muss. Die befragten Turnierrichter vertraten übereinstimmend die Meinung, dass sich in Werne der seit Jahren zu beobachtende landesweite Trend zu besserem „Pferdematerial“ uneingeschränkt fortsetze. Hubert Uphus brachte es so auf den Punkt: „Dank der Einkreuzung von Vollblutpferden ist das Fundament der heutigen Sportpferde leichter geworden.“ Diese „leichteren“ Pferde seien rittiger als der ursprüngliche Warmbluttyp.

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