Donnerstag, Januar 8, 2026

Maryam und Jannis Reher tanzen einen „Krimi“ in Berlin

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Werne/Berlin. Eigentlich fing das lange Turnier- und Osterwochenende in Berlin ganz geruhsam an. Vier mal 20 Punkte holen, Vorrunden überstehen und die ganz leise Hoffnung, sich am Samstag für die Abendveranstaltung zu qualifizieren – so war der Plan des Werner Tanzpaares Maryam und Jannis.

Nach dem ersten Schrecken, mit 13 Tanzpaaren gleichzeitig in einer Runde zu tanzen, kämpften sich Maryam und Jannis Reher bis auf den 39. Platz von 61 Paaren vor. Die ersten 20 Punkte waren somit glücklich ergattert.

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Am Karsamstag kämpften gleich 66 Paare um Punkte und Platzierungen. An die enorme Fülle auf der Tanzfläche hatte sich das junge Paar aus Werne inzwischen gewöhnt und steigerte sich von Runde zu Runde. Die 20 Punkte waren bereits erreicht, aber es gab da die schon fast utopische Hoffnung, die Abendveranstaltung zu erreichen. Diese Hoffnung erwies sich jedoch keinesfalls als utopisch. Maryam und Jannis Reher qualifizierten sich auch für die Abendrunde.

Hier verließen Rehers dann doch nach und nach die Kräfte. Mit einem 24. Platz von 66 Paaren schlossen sie überglücklich den zweiten Turniertag ab.

Am Ostersonntag und Ostermontag standen die Lateinturniere auf dem Programm. Auch hier war das Ziel, jeweils 20 Punkte zu holen und möglichst weit zu kommen – und bitte nicht aufsteigen. Der Adrenalinspiegel stieg von Runde zu Runde und als dann schließlich die Paare für das Finale verkündet wurden, warfen die Werner alle guten Vorsätze über Bord. Das Finale wurde natürlich getanzt, auch wenn es einem Ritt auf der Rasierklinge glich.

Ein erster bis fünfter Platz hätte den Aufstieg am Ostermontag beschert und das vor der Landesmeisterschaft und möglicherweise ohne eine Finalteilnahme. Nach dem Motto, „ es ist gerade noch mal gut gegangen“, erreichten Maryam und Jannis Reher „nur“ den 6. Platz von 57 Paaren.

Dass sie „Finale können“, das wussten Rehers nun, 13 Punkte und eine Platzierung eins bis fünf fehlten noch. Bereits nach der Vorrunde waren die fehlenden Punkte erreicht – es fehlte nur noch die Platzierung. Maryam und Jannis Reher qualifizierten sich auch für die weiteren Runden. Trainer und Eltern wurden immer unruhiger und schließlich schien die „Trainerkatastrophe“ mit dem Erreichen des Finales besiegelt zu sein. Jeder Trainer möchte sein Paar auf einer Landesmeisterschaft aufsteigen lassen, zumal dort Kadersichtungen stattfinden.

Die Wertungsrichter konnten sich nicht einigen, aber am Ende war es ein siebter Platz für Maryam und Jannis Reher. Ein einziger Wertungsrichter hätte sie leicht besser werten müssen und der Aufstieg mit einem 1. bis 3. Platz wäre besiegelt worden. Bis zur Landesmeisterschaft am 20. April hat das Werner Paar nun von Trainerseite aus „Tanzverbot“ und darf in zwei Wochen nur an den Standardturnieren in Würzburg teilnehmen.

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