Montag, Januar 12, 2026

Ruhrpottboot paddelt gegen den Brustkrebs: 3. Platz in Heilbronn

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Werne. Ende Juli fand in Heilbronn der 4. Deutschland-Cup der sogenannten Pink Paddler statt. Insgesamt 160 Frauen mit ihren Trainern, Steuerleuten und Unterstützern versammelten sich im direkt am Neckar gelegenen Wassersportzentrum der Kanuabteilung bei der TSG Heilbronn.

Mitten unter ihnen: Die Damen des Pinken Ruhrpottboots mit ihrem Trainer und Steuermann Hagen Illtz. Das Ruhrpottboot ist eine regionale Renngemeinschaft, gemeinsam trainieren und kämpfen hier die Pink Dragons vom KEL Datteln, die Pink Patrol vom PSV Bochum und die Ladybugs vom KSC Lünen.

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„Pink Paddler“ sind übrigens Drachenpootsportlerinnen, die alle einmal Brustkrebs erkrankt waren. Der Sport hat sich als positive Therapie inzwischen weltweit verbreitet. Die Paddelbewegung reduziert mögliche Nachwirkungen der Krankheit wie z.B. Lymphödeme, die gemeinsame Bewegung an der frischen Luft unterstützt den allgemeinen Gesundheitszustand.

Im Pink Cup messen sich Teams aus ganz Deutschland. Inzwischen schon zum 4. Mal – mit einer Besonderheit: Zum allerersten Mal in Deutschland handelte es sich um eine rein „pinke“ Regatta.

In insgesamt drei Vorläufen über je 200 Meter mussten sich die Sportlerinnen für die Finalläufe qualifizieren. Das Ruhrpottboot konnte sich von Rennen zu Rennen steigern und schaffte es in das A-Finale der drei besten Teams.

Das Team Ruhrpottboot.

Im Finallauf hieß es dann zum letzten Mal an diesem Tag „Are you ready – Attention – GO!“. Mit voller Muskelkraft, lautstark angefeuert von allen Unterstützern, flogen die drei Finalboote über die Rennstrecke. Die drei Finalisten (Gastgeber Pink Pearls aus Heilbronn, Pink Power Kowelenz aus Koblenz und das Ruhrpottboot) lieferten sich ein enges Rennen – jede wollte den „Pott“ zu sich nach Hause holen. Letztlich paddelten die Gastgeberinnen aus Heilbronn mit minimalem Abstand als erste über die Ziellinie – und das Ruhrpottboot freute sich riesig über den 3. Platz.

Auch wenn der sportliche Aspekt beim Deutschland-Cup im Vordergrund stand: Bei der abschließenden Blumenzeremonie wurde deutlich, dass hier um mehr als um sportliche Erfolge geht. 160 Paddlerinnen warfen nach einer Gedenkminute rosa Gerbera ins Wasser – zur Erinnerung an die, die den Brustkrebs nicht überleben konnten. Das ist immer wieder ein Gänsehautmoment. Und es zeigt symbolisch den unglaublichen Zusammenhalt zwischen „Pinkies“, auch wenn sie sportlich gegeneinander fahren. Denn ihnen allen ist bewusst: Wir sitzen alle in einem Boot.

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