Donnerstag, April 25, 2024

Schach-Bezirksklasse: SK Werne II schlägt SV Bönen III mit 5:3

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Werne. Bei bestem Schachwetter (Dauerregen, bei dem man gerne im Haus bleibt) empfing die zweite Mannschaft des SK Werne die dritte Mannschaft des SV Bönen zum Spiel in der Bezirksklasse.

Nach der unglücklichen Niederlage im letzten Ligaspiel musste diesmal ein Sieg gegen die punktgleichen Bönener her, um nicht den Anschluß an die Tabellenspitze zu verlieren.

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Der spannende und knappe Kampf lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen: Vier der Partien wurden recht schnell entschieden.

Als Erster war Mannschaftsführer Nick Hölker an Brett 5 fertig. Sein Gegner hatte einen Zwischenzug übersehen und früh in der Partie eine Figur verloren. Gleichwohl spielte er weiter, als sei nichts passiert, da er ein wenig Angriffspotential hatte. Als der Angriff verpuffte musste der Bönener dann aber doch aufgeben.

Bei Hamed Ismailzade an Brett 2 lief es weniger gut. Zwar hatte er eine gute Position erreicht, spielte dann aber zu schnell und machte einen Fehler. Die Stellung fiel förmlich auseinander, eine Figur nach der anderen ging verloren und Hamed musste aufgeben.

Arno Frevert an Brett 8 hatte ebenfalls eine Figur gewonnen, sein dreizehnjähriger Gegner wollte aber nicht so schnell aufgeben. Es endstand schließlich ein Endspiel, in dem Arno zwei Läufer besaß, sein Gegner nur einen. Das war dann doch zu deutlich und die Partie war entschieden.

Bei Chris Weigt an Brett 6 stand die Partie lange ausgeglichen. Dann stellte Chris jedoch eine Qualität ein und musste im Endspiel mit Läufer gegen Turm aufgeben.

Damit stand der Mannschaftskampf 2:2 – und so blieb es für lange Zeit. Zwar hatten zu dem Zeitpunkt sowohl Egon Zimmermann an Brett 1 als auch Joseph Nadrowski an Brett 7 eine Figur mehr, ein Partieende war aber noch nicht in Sicht.

Die Begleitumstände von Nadrowskis Figurengewinn sind erwähnenswert: Der Gegner bot Remis an, der 90 Jahre alte Werner lehnte es mit ehrlicher Empörung ab und griff mit seinem nächsten Zug Dame und Springer gleichzeitig an, stand vom Brett auf und murmelte dabei: „Wie kann der Remis anbieten, wenn er eine Figur verliert…“. Gleichwohl lief die Partie danach noch für viele Züge weiter. Der Bönener Spieler schaffte es sogar, die Figur unter Opfer eines Bauern zurück zu gewinnen und bot wieder Remis an. Da das Endspiel mit einem Bauern mehr für Joseph Nadrowski aber immer noch gewonnen war, lehnte er ab und gewann die Partie am Ende.

Als Nächster beendete Kalli Lüning an Brett 4 seine Partie. Er hatte zunächst eine gute Stellung mit Raumvorteil und Angriffschancen erspielt, verlor dann aber einen Bauern. Danach wurde die Stellung mit der Zeit immer schlechter, es entstand ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern für den bönener Spieler. Schließlich sah sich Kalli auch noch genötigt, seinen Springer gegen zwei Bauern zu opfern. Das so entstandene hoffnungslose Endspiel gab er nach wenigen Zügen auf.

Zwischenstand im Mannschaftskampf damit 3:3. Nun war es an Brett 1 Spieler Egon Zimmermann den vierten Punkt einzufahren, mit dem der Mannschaftskampf nicht mehr hätte verloren gehen können. Doch obwohl er Turm, Läufer und drei Bauern hatte, der Gegner nur Turm und drei Bauern, tat er sich mit der Verwertung dieses deutlichen Vorteils überraschend schwer. Die Partie zog sich so lange hin, dass frische Partieformulare benötigt wurden, da die ersten bereits vollgeschrieben worden waren. Am Ende schaffte es Zimmermann aber doch. Die Bauern tauschten sich derart ab, dass der werner Spieler einen übrig behielt. Als dieser Bauer die siebte Reihe erreichte und seine Umwandlung zur Dame nicht mehr aufzuhalten war, gab der Gegner auf.

Als Letztes lief noch die Partie von Manfred Pälmke an Brett 3. In diesem lange Zeit materiell ausgeglichenen Kampf mit hochkomplizierten Stellungen ging es hin und her. Wer wann besser stand, wird erst die Computeranalyse mit Sicherheit sagen können. Im Laufe der Partie gewann Pälmke schließlich Bauern und stand zunächst auf Gewinn. Er übersah jedoch die Gegenchancen des Gegners und sah sich plötzlich einem Mattangriff ausgesetzt. Irgendwie gelang es ihm, diesen abzuwehren und sogar den Turmtausch zu erzwingen, was die Angriffsmöglichkeiten des Gegner stark reduzierte. Zwar konnte er Pälmkes König noch über das Brett jagen, übersah dann aber, dass der Werner Spieler den Damentausch erzwingen konnte. Da Manfred Pälmke danach so viele Mehrbauern übrig behielt, dass das Leichtfigurenendspiel leicht gewonnen war, gab der Bönener auf. Damit endete der Mannschaftskampf mit 5:3 für Werne II.

Da der Tabellenführer vom Hammer SC sein Spiel gegen den SV Rünthe ebenfalls gewann, liegt der SK Werne nun mit zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz.

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