Donnerstag, Juli 25, 2024

Seit 50 Jahren an der Platte: WSC-Tischtennis feiert Jubiläum

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Werne. Die Tischtennis-Abteilung des Werner SC 2000, vormals der Sportfreunde Werne-West 67, feierte jetzt mit mehr als 70 Gästen ihr 50-jähriges Bestehen im Sportheim am Lindert.

Seit der Gründung mit einigen Mannschaftskollegen aus der Fußball-Abteilung im August 1974 ist der heute noch immer aktive Erwin Oestermann dabei, begann in 1975/76 erstmals an Meisterschaftsspielen in der 3. Kreisklasse mit Klaus Dieter Heitmann, Peter Lewek, Ludger Overtheil, Willi Overtheil und Heinz Timmermann teilzunehmen und wurde in der aktuell beendeten Saison Mannschaftsmeister in der 4. Bezirksklasse.

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In der Saison 1977/78 nahm dann auch zum ersten Mal eine Damenmannschaft bei den SF67 am Meisterschaftsbetrieb teil und wurde sogar umgehend Kreismeister.

Nach dieser Gründungsphase wuchs die Abteilung in den 1980er Jahren stark und profitierte sogleich sehr von ihren ersten intensiven und erfolgreichen Jugendarbeit, maßgeblich gestaltet von Hubert Krämer und Manfred Woehl. Hier wurden so z.B. Hendrik Mühlenbeck (Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften der Schüler A, später 2. Bundesliga Herren BVB Dortmund), Christopher Pläster (3. Liga TTF Bönen) und Ellen Krämer (verh. Bispinghoff; 2. Bundesliga Damen Assistance Coesfeld) in intensiven Trainingseinheiten gefördert.

Die 3. Herrenmannschaft spielte in der Saison 2008/2009 in der 3. Kreisklasse mit Erwin Oestermann, Joachim Wodetzki, Christian Seiffert, Manfred Woehl, Marvin Olk und Kai Schwarze (v.r.n.l.).

Im Jahr 1990 gab es den bislang größten sportlichen Erfolg im Jugendbereich für die Sportfreunde, als Silke Heße, Jessica Gretenkort und Anne Plohmann den westdeutschen Pokal gewannen.

1996/97 gelang der 1. Herrenmannschaft erstmals der Sprung in die 1. Kreisklasse. Die Jugendarbeit wurde erneut forciert und die SF67 feierten die Bezirksmeisterschaft 1997 mit dem kürzlich verstorbenen Sandy Siedlaczek und Michael Peter sowie den noch heute aktiven Matthias Holtmann, Stephan Müller und Andre Wodetzki. Die Damen gewannen mit Anne Plohmann, Anja Strugholz, Nina Homann und Nicole Vehring parallel den Kreispokal.

Die 1. Herrenmannschaft spielte in der Saison 2008/2009 in der 1. Kreisklasse mit Michael Peter, Sandy Siedlaczek, Stephan Müller, Matthias Holtmann, Roland Harhoff und Matthias Makosch (v.r.n.l.).

Die erste Mannschaft der DJK TTC Langern (Till Hagemann, Thomas Gesenhoff, Uwe Schulte, Jürgen Rosenthal, Konrad Langenkämper, Martin Brocke) wechselte zum neu (aus SF67 und SSV Werne) entstandenen Verein Werner SC 2000 und brachte die Spielerlaubnis für die Landesliga mit, um der erfolgreichen und talentierten Jugendmannschaft ein Sprungbrett für höhere Ligen anzubieten. Indes scheiterte dieses Projekt nach kurzer Zeit und bis auf den 2008 verstorbenen Langenkämper verließen diese Spieler den WSC wieder.

Das Mädchenteam in der Saison 2009_2010 des WSC mit Laura Sökeland, Franziska Böckenbrink, Dorothea Kleymann, Rabea Dahl und Angelika Bolduan (v.r.n.l.).

In der Saison 2005/06 gelang der 1. Herrenmannschaft erstmals der Aufstieg in die Kreisliga in der Aufstellung Langenkämper, Ernst Kasch, Roland Harhoff, Wodetzki, Holtmann und Heinz Sobiraj. Dort sollte man sich zunächst vier Jahre etablieren, bevor sich wiederholt Auf- und Abstiege ereigneten, in 2018/19 dann der letztmalige Aufstieg in die Kreisliga.

Ein Jahr später wurde dieser Erfolg durch Luca Bröcker, Wodetzki, Holtmann, Moritz Overhage, Müller und Renee Bieder durch einen weiteren Aufstieg in die Bezirksklasse gesteigert, was – heute als 1. Bezirksliga bezeichnet- die bislang höchste aus eigener Kraft erreichte Spielklasse für die heimischen Ball-Künstler darstellt – und ist in Werne seit der abgelaufenen Saison ranghöchster Verein im Tischtennis.

Ein Jugendteam aus der Saison 2009/2010 mit Julian Olk, Moritz Overhage, Patrick Tamsel und Julian Wolf (v.r.n.l.) sowie Matthias Holtmann (sitzend).

2020 gewann der WSC mit Bröcker, Holtmann und Bieder erst den Kreispokal und dann auch den Bezirkspokal. Auch die Damen erzielten weiterhin Erfolge: 2014/15 stieg die erste Damenmannschaft (Dorothea Kleymann, Franziska Böckenbrink, Laura Sökeland, Denise Balcerzak, Leona Hiemer, Jenny Overhage und Antonia Wolf) in die Bezirksklasse auf, daneben wurden Kleymann, Böckenbrink und Sökeland erst Kreispokalsieger, dann Bezirkspokalsieger und verloren erst das Enspiel um den WTTV-Pokal gegen SV Westfalia Liesborn. Noch immer sind aus dieser Zeit Kleymann (TB Beckhausen, Verbandsliga) und Rabea Dahl (TuS Hiltrup, NRW-Liga) aktiv, wenngleich der WSC selbst seither keine Damenmannschaft mehr am Spielbetrieb meldet – es trainieren zu wenige Frauen.

In der aktuellen Zeit des 50-jährigen Bestehen bahnt sich eine neue erfolgreiche Ära des sportlichen Durchbruchs in der Jugendarbeit an: Erstmals meldet der WSC mit Jan von Frantzius, Jakob Kuchler, Mika Hoppe, Lars Kamphues und Lino Sonnen zur Serie 2024/25 sein höchstes Jugend-U19-Team in der NRW-Liga; auch die Reserve-Mannschaft stieg als Meister auf, während die U15 gleich vom Start weg Platz 3 in der Bezirksoberliga erreichte. Hier sieht sich das sehr engagierte Trainerteam mit Joachim Wodetzki, Overhage und Bröcker bereits jetzt belohnt und wird wohl noch weit über das 2020er Jahrzehnt hinaus der Tischtennis-Abteilung des WSC damit ein großartiges und sehr fruchtbares Erbe hinterlassen.

Die ganzen sportlichen Erfolge konnten indes nur mit einer einwandfreien Abteilungsführung gelingen, wenn auch die ersten Jahre ohne eigenen Vorstand Tischtennis gespielt wurde. 2001 übernahm Woehl von Kasch die Führung für zwei Jahre, um sie dann bis heute an Joachim Wodetzki zu übergeben. Der Geschäftsführer-Posten wird seit 15 Jahren von Müller ausgeführt. Kasch übernahm 2015 die Kassiererfunktion, die zuvor Sobiraj mehr als 20 Jahre verantwortete.

Neben den notwendigen administrativen Erledigungen hat der jeweilige Vorstand es immer wieder geschafft, für die Abteilung Abschlussfahrten (häufig zum Dümmer See) und Trainingslager wie auch die Stadtmeisterschaften und die Weihnachts- wie Osterturniere zu organisieren.

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