Pater Tobias sorgt mit Gottfried-Marathon für Begeisterung

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Cappenberg. Die Kondition bei Pater Tobias Breer passte. Deshalb entschied er sich, beim 4. Gottfried-Marathon in Cappenberg noch eine Runde dranzuhängen. In den vergangenen Jahren lief der Geistliche die klassische Distanz über 42,195 Kilometer. Diesmal absolvierte er in seiner Heimat sogar einen Ultra-Marathon. Nach 52,5 Kilometern überquerte der Prämonstratenser am Schloss Cappenberg die Ziellinie und freute sich über den erfolgreichen Tag.

„Der Gottfried-Marathon ist für viele Läufer mittlerweile ein fester Termin im Kalender“, betonte Pater Tobias, der sogar Felix Trier aus Kiel in Westfalen begrüßen konnte. Der Veranstalter verkündete bei der vierten Auflage des Laufes einen Rekord: Diesmal starteten 300 Teilnehmer in vier Kategorien. Viele Sportler nahmen die 10,5-Kilometer-Distanz in Angriff. Aber auch beim Halbmarathon (21,2 Kilometer), beim klassischen Marathon oder beim Ultralauf gab es ein großes Teilnehmerfeld.

Auch Thomas Orlowski, Bürgermeister der Stadt Selm, hatte wieder die Laufschuhe geschnürt. Der SPD-Politiker trug wie in den Vorjahren die Startnummer 1 und genoss den Lauf rund um das Schloss Cappenberg. Außerdem war die Freiwillige Feuerwehr in Cappenberg vertreten. Die zehn Mitglieder absolvierten den Lauf sogar in Uniform. Da die Temperatur beim Start nur knapp über dem Gefrierpunkt lag, war den Feuerwehrleuten auch nicht kalt.

Auf Schloss Cappenberg gab es auch einige Premieren: Dorothea Rietzke und Matthias Totten finishten den ersten Marathon in ihrer Karriere. Und sie gaben schon ihre Zusage für den nächsten Lauf am 15. März 2026. „Wer hier einmal startet, möchte wieder kommen“, betonte Pater Tobias. „Der familiäre Charakter beim Marathon in Cappenberg ist schon außergewöhnlich.“

Entlang der Strecke sah der Marathon-Pater viele Bekannte. Seine Familie half ihm bei der Organisation. Schwägerin Gabi Breer und Bruder Johannes Breer hatten mit ihren Freunden wieder einen Verpflegungsstand aufgebaut. Auch das Team vom Bauernhof Hauschopp war dabei. Sie schenkten den Teilnehmern am Streckenrand den Likör „Cappenberger Tröpfchen“ aus. „Das hat vielen Läufern die nötige Kraft für den Endspurt gegeben“, sagt Gabi Breer.

Der Gottfried-Marathon diente wieder einem guten Zweck. 16.500 Euro kamen durch Startgelder und Spenden zusammen. So finanziert Pater Tobias durch den Lauf unter anderem eine Fahrt zum Tierpark Hamm. Die Mädchen und Jungen der Kindertageseinrichtung St. Johannes in Cappenberg werden dort im Frühjahr einen Tag verbringen.

Der Marathon-Pater unterstützt mit dem Lauf außerdem geflüchtete Kinder, die in Selm leben. Der Arbeitskreis Asyl Bork und der KreisSportBund Unna richten auch 2025 ein Sommercamp im Sport- und Tagungszentrum Hachen im Sauerland aus. „Integration durch Sport“, lautet das Motto.

Pater Tobias befasst sich derweil schon mit den Vorbereitungen auf den 5. Gottfried-Marathon. Dabei kann er wieder auf hilfsbereite Menschen aus seinem Umfeld zählen „Ich bin unfassbar dankbar, dass so viele Leute ihren Beitrag leisten, damit beim Lauf alles reibungslos funktioniert“, sagt der 61-Jährige.

Mitglieder des Pfarreirates St. Johannes, Eltern der Cappenberger Kita-Kinder und ehrenamtliche Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz waren am Sonntag vor Ort. Auch bei Selms Bürgermeister Thomas Orlowski, dessen Amtskollegen Lothar Christ aus Werne, dem Schlossherrn Graf von Kanitz und Anita Brandl von der Cappenberger Vinothek bedankte sich der Marathon-Pater. „Ohne ihre Unterstützung könnten wir den Lauf nicht durchführen und so viele Kinder glücklich machen.“

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