„Marathon-Pater“ Tobias holt in Sydney den siebten Stern

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Sydney/Werne. Ein weiterer besonderer Meilenstein für Pater Tobias Breer: Der in Werne geborene und vielen Menschen in der Region als „Marathon-Pater“ bekannte Prämonstratenser hat am Sonntag, 30. August, den Sydney Marathon erfolgreich beendet. Es war bereits sein 433. Ultra- und Marathonlauf.

Der Zieleinlauf in Australien hatte für Pater Tobias eine ganz besondere Bedeutung. Er war bereits Six Star Finisher und hatte dafür die sechs großen Marathonklassiker in Berlin, Boston, Chicago, London, New York und Tokio erfolgreich absolviert. Mit dem Sydney Marathon kam nun der 7. Stern der Abbott World Marathon Majors hinzu.

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Ganz nach Plan verliefen die 42,195 Kilometer allerdings nicht. Eine Zehverletzung machte sich während des Rennens bemerkbar. Zwischenzeitlich musste der Zeh von den Sanitätern an der Strecke gekühlt werden. Damit war schnell klar, dass an diesem Tag nicht die Zeit im Mittelpunkt stehen würde.

„Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen. Wenn es laufend nicht mehr ging, bin ich gegangen und danach wieder weitergelaufen. Aufgeben war für mich keine Option“, sagt Pater Tobias.

Und so machte er aus der schwierigen Situation das Beste. Unterwegs nahm er sich auch Zeit, Fotos und Videos von der Strecke, den Zuschauern und der beeindruckenden Kulisse Sydneys zu machen. Nach 42,195 Kilometern war es schließlich geschafft.

Für Pater Tobias ist der Erfolg auch mit seiner Heimat verbunden. Geboren wurde er in Werne, und zur Pfarrgemeinde Cappenberg hat er bis heute eine enge Verbindung. Rund um Schloss Cappenberg organisiert er seinen Gottfried Marathon, bei dem das Laufen mit seinem sozialen Engagement für bedürftige Kinder verbunden wird.

Seit vielen Jahren nutzt Pater Tobias seine zahlreichen Marathon und Ultraläufe, um auf soziale Projekte aufmerksam zu machen und Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln.

„Ich habe inzwischen viele Zieleinläufe erlebt. Aber dieser wird mir besonders in Erinnerung bleiben. Gerade weil es nicht einfach war. Der 7. Stern zeigt mir wieder einmal: Es muss nicht immer alles nach Plan laufen, um am Ende trotzdem das Ziel zu erreichen.“

Mit dem Sydney Marathon steht nun Lauf Nummer 433 in seiner persönlichen Statistik. Und aus Australien bringt Pater Tobias neben vielen Erinnerungen auch etwas ganz Besonderes mit nach Hause: seinen siebten Stern.

Foto: Privat

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