Werne. Einigkeit erzielen, mit einer Stimme sprechen und dabei über Vereinsgrenzen hinaus Schnittmengen finden – nur unter diesen Voraussetzungen kann der StadtSportVerband (SSV) das Maximum für die angeschlossenen Vereine in Werne herausholen. Das haben einige leider immer noch nicht verstanden.
Bekanntlich verfügt die Stadt Werne über zu wenige Indoor-Trainingsmöglichkeiten – darüber sind sich von der Osteoporose-Gruppe über den Tischtennis-Club bis zum Mehrsparten-Verein für Handball, Volleyball und Co. alle einig.
Einen Schlüssel zur gerechteren, weil sportartenspezifischen Verteilung der knappen Ressourcen, stellt die große Halle am Gymnasium St. Christophorus (GSC) dar.
Vor der sanierungsbedingten Schließung Ende Januar 2024 hatten sich Vereine „auf eigene Faust“ zumeist Extra-Trainingszeiten, zusätzlich zu den städtischen Kapazitäten, gesichert. Einig waren sich die Vorsitzenden im Schulterschluss mit dem SSV jedoch darin, nach der Wiedereröffnung der Turnhalle die vom Bistum dankenswerterweise zur Verfügung gestellten Trainingszeiten durch das Sportamt verwalten zu lassen.
Nun teilte das Bistum Münster auf Nachfrage von WERNEplus mit, dass erneut Vereinsvertreter eigenmächtig losgezogen sind, um sich zusätzliche Trainingszeiten zu sichern. Ja, die GSC-Halle ist keine städtische Sportstätte. Aber sicherlich hätte die Schulleitung im Interesse ihrer Schülerinnen und Schüler, die in den Vereinen ihrem Hobby nachgehen, keine Einwände zu einer engen Kooperation mit dem Sportamt.
Dass sich jetzt einige (wenige) Vereinsvertretende nicht an getroffene Absprachen im StadtSportVerband halten, ist anderen gegenüber unsportlich und nicht fair – ein klares Foulspiel!
Das Sportdezernat muss nun „klare Kante“ und diesen Vereinen/Abteilungen notfalls die Rote Karte zeigen. Das heißt, auch der Entzug von bisher gewährten Trainingszeiten in städtischen Hallen darf kein Tabu mehr sein.
§1 einer städtischen Hallenzeitvergabeordnung muss lauten, dass jeder dem SSV angeschlossene Hallensportverein mindestens eine 90-minütige Einheit pro Woche für jede seiner Wettkampfmannschaften (Jugend/Erwachsene) erhält. Dass Sportamtsleiter Rene Thiehoff daran jetzt mit Hochdruck arbeitet, ist ein wichtiges Zeichen für mehr Gerechtigkeit im Werner Sport und gilt es zu unterstützen – am besten natürlich von allen.
Transparenzhinweis: Der Autor ist selbst Vorsitzender eines Sportvereins in Werne.





















