Tanzpaar Maryam und Jannis Reher erneut auf Bronzekurs

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Werne. Zwei weitere erfolgreiche Turnierwochenenden liegen hinter Maryam und Jannis Reher vom Tanzsportclub Werne. Die Teilnahmen endeten sehr erfolgreich. 

Zunächst zog es das Paar aus Werne wieder einmal in die Niederlande nach Badhoevedorp. Turniertage in den Niederlanden zehren besonders an den Kräften, da Rehers bereits um 5.30 Uhr das Haus verlassen müssen. Mehr als drei bis vier Stunden Schlaf ist dem Paar an solchen Tagen nicht vergönnt. Wenn man dann bereits um 9 Uhr morgens sportliche Höchstleistungen bringen soll, während sich die meisten noch einmal im Bett umdrehen, ist es ein zusätzlicher Kampf gegen den Biorhythmus und den inneren Schweinehund. 

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Im Turnier der Hauptgruppe A Standard qualifizierten sich Maryam und Jannis Reher souverän für das Finale, ohne am Redance teilnehmen zu müssen. Wieder einmal belegte das Paar hier am Ende den dritten Platz, denkbar knapp am zweiten Platz vorbei. 

In der Hauptgruppe A Latein konnten Rehers die Wertungsrichter bei einer extrem starken Konkurrenz nicht sofort überzeugen. Die Werner mussten sich dem Redance stellen und erreichten schließlich doch klar das Finale. Im Finale meldete sich wieder der besagte Schweinehund. Die Füße brannten und schmerzten, dass Maryam Reher zur Erheiterung von Zuschauern und Wertungsrichtern ihre Schuhe wortwörtlich in die Ecke warf und fortan barfuß tanzte. 

Dem Barfußtanz war es nicht geschuldet, eher der extrem starken Konkurrenz: Am Ende belegten Maryam und Jannis Reher den sechsten Platz im Finale. 

Eine Woche darauf stellten sich Rehers dem ersten deutschen Turnier der Hauptgruppe A Standard in diesem Jahr. Weil deutschlandweit in den ersten drei Monaten des Jahres kaum Turniere stattgefunden hatten, tummelten sich in Bad Lippspringe deutlich mehr und auch leistungsstärkere Paare als sonst.

Vor vollem Hause des Kongresszentrums in Bad Lippspringe kämpften Rehers auf einer extrem kleinen Fläche buchstäblich um ihr Überleben im Bezug auf den Bronzerang. Wurde in einer offenen Wertung im Langsamen Walzer mit einer zwei zu drei Entscheidung noch der vierte Platz errechnet, so wendete sich zum Tango kurz das Blatt. Ein dritter Platz im Tango ließ hoffen, doch die Hoffnung zerplatzte sogleich im Wiener Walzer, der wieder den vierten Platz bescherte. Offene Wertungen sind selten und oft problematisch für Paare. Wertungsrichter beeinflussen sich möglicherweise unbewusst gegenseitig und Paare werden automatisch gepusht oder demotiviert.

Somit war zum Slowfox hin die Hoffnung mehr oder minder verflogen, noch den dritten Platz zu erreichen. Doch dann passierte es. Die Wertungen für den Slowfox zeigten mehrere Zweien. Nur eine Zwei mehr und es wäre hier ein zweiter Platz gewesen. Entscheidend war nun der letzte Tanz, der Quickstep. Noch einmal sammelten Maryam und Jannis Reher alle Kräfte. Die Wertungen danach zeigten einen eindeutigen zweiten Platz für diesen Tanz. Mit einer sehr ungewöhnlichen Aufholjagd erreichten Maryam und Jannis Reher wieder einmal den begehrten Bronzerang.

Somit hat das Paar inzwischen 19 von zehn benötigten Aufstiegsplatzierungen. Nur noch 74 Punkte fehlen bis zum Aufstieg. Es bleibt abzuwarten, wie die Sammlung von Punkten am Palmsonntagswochenende bei der TBW Trophy in Karlsruhe weitergeht. Eines ist sicher – geschenkt wird hier nichts.

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