Montag, Juli 22, 2024

Angeblicher „Affe“: Rote Karte für Akyüz trübt Eintracht-Heimsieg

Anzeige

Werne. Souverän setzte sich Eintracht Werne in der Fußball-Kreisliga A1 (UN/HAM) gegen den zuvor verlustpunktfreien SVE Heessen II durch. Doch die Rote Karte für Enes Akyüz, der bereits ausgewechselt war und als Trainer an den Seitenlinie fungierte, trübte den eigentlich schönen Nachmittag der Evenkämper.

Eintracht Werne – SVE Heessen II 4:0 (3:0)

- Advertisement -

Die Platzherren zeigten sich von ihrer besten Seite und steuerten spätestens nach dem 4:0 durch Kenan Ünal (72.) – zuvor waren bereits Abdullah Sahin (13.), Santino Benning (17.) und Enes Akyüz (24.) erfolgreich – einem ungefährdeten Heimerfolg entgegen.

Doch keine fünf Minuten später eskalierte der ruhige Nachmittag im Sportzentrum Dahl. Kapitän Enes Ayküz, der nach einem üblen Foul ausgewechselt werden musste und fortan Trainer Aykut Kocabas (Urlaub) an der Seitenlinie vertrat, lieferte sich ein eher harmloses Wortgefecht mit dem Schiedsrichter, nachdem Eintracht-Angreifer Santino Benning behandelt werden wollte, der Referee ihn aber aufforderte, das Spielfeld zu verlassen, um die Partie fortsetzen zu können.

Nach dem 4:0 durch Kenan Ünal steuerte Eintracht Werne auf einen ruhigen Sonntagabend zu, ehe Kapitän und Spieltrainer Enes Akyüz an der Seitenlinie mit dem Schiedsrichter aneinander geriet. Foto: Wagner

Völlig überraschend griff der Unparteiische dann in die Gesäßtasche, fragte Akyüz nach seinem Namen, der daraufhin schnippisch „Rainer Fiebig“ (Sportlicher Leiter, Anm. d. Red.) antwortete. Konsequenz: „Rot“ für den Coach, der zuvor schon auf dem Platz die Gelbe Karte gesehen hatte. Akyüz schimpfte dann noch hinter der Bande, dass es doch hier kein Champions League-Spiel sei. Tunahan Sari forderte auf dem Platz gegenüber dem „Schiri“ im ruhigen Ton mehr „Fingerspitzengefühl“ ein. Doch es blieb natürlich bei der Roten Karte.

Nach dem Schlusspfiff behauptete der Schiedsrichter gegenüber Eintracht-Offiziellen, er sei von Akyüz als „Affe“ beleidigt worden – eine Darstellung, die er ziemlich exklusiv haben dürfte, da auch neutrale Beobachter der Begegnung diese Beschimpfung nicht gehört hatten.

So rückte die starke Teamleistung der Evenkämper, die auch auf Mirac Kavakbasi (Knieprobleme) verzichten mussten, in den Hintergrund. Sieben Zähler aus drei Partien stehen nun auf ihrer Habenseite. Am kommenden Sonntag gastieren die Schwarz-Weißen beim TuS Hamm.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Frühschwimmer-Familie: Fit und entspannt in den Tag

Werne. Die meist recht lange Reihe von Frühschwimmern wartet oft schon kurz vor sechs Uhr morgens vor dem Eingang des Solebads Werne auf den...

Am Hafen in Rünthe: Fest mit viel Wein und Flair

Rünthe. Viel Andrang trotz schwüler Hitze: Die elfte Auflage der Veranstaltungs-Reihe „Weingenuss am Wasser“ geht als eine der heißesten in die Geschichte ein. Am...

Teamarbeit für eine erfolgreiche Sprachtherapie

Werne. Auf das 25-jährige Bestehen der Praxis für Sprachtherapie kann in diesen Tagen Melanie Thiemann zurückblicken. Die Sprachheilpädagogin hat 1999 nach einigen Jahren als...

Stadtbücherei Werne – Treff und Wohlfühlort für Jung und Alt

Werne. Dass die Stadtbücherei mittlerweile ein wichtiger Treffpunkt und Aufenthaltsort mit Wohlfühlcharakter in Werne ist, zeigen die weiterhin steigenden Besucherzahlen. In der ersten Jahreshälfte...